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Weltweit und in Österreich: Brüder feiern Franziskus

Weltweit feiern die Franziskaner am heutigen 4. Oktober das Hochfest ihres Ordensgründers, des heiligen Franz von Assisi (1181-1226). Auch in Österreich und der Schweiz.

In der Nacht auf den 4. Oktober 1226 verstarb Franz von Assisi im Kreis seiner Brüder in Santa Maria degli Angeli in Porciuncula. Nicht ganz zwei Jahre später sprach ihn Papst Gregor IX. heilig. Begraben ist der Heilige in der großen Basilika San Francesco innerhalb der Stadtmauern von Assisi. 

 

Traditionell beginnen die Feierlichkeiten zum Todestag des Ordensgründers am Vorabend: In zahlreichen Klöstern und Kirchen wird mit der sogenannten Transitus-Feier auch liturgisch der Heimgang des "Poverello" gefeiert. "Das wirkliche Wunder am Leben des heiligen Franz ist, dass er sich Zeit seines Lebens immer wieder neu verwandeln ließ", sagte Provinzialminister P. Fritz Wenigwieser am Montagabend (3. Oktober) in der Franziskanerkirche Salzburg. Der Ordensgründer habe einerseits radikal gelebt, aber in seiner Radikalität auch immer wieder zu einer versöhnlichen Entwicklung gefunden. Oft genug sei diese Hinwendung zu Versöhnung mit Hilfe seiner Brüder zustande gekommen. Beispiel Lebensstil: "Zu Beginn seiner Umkehr lebte er eine radikale Verneinung des eigenen Körpers. Fast nach dem Prinzip "Je mehr ich mich körperlich zerstöre, umso geistiger werde ich", erläuterte P. Fritz Wenigwieser und fügte hinzu: "Und am Ende seines Lebens entschuldigt er sich bei 'Br. Esel', seinem eigenen Körper. Franziskus hat sich verwandeln lassen, hin zu einer versöhnten Haltung zu sich selbst". 

 

In zahlreichen anderen Klöstern in Österreich und der Schweiz feierten die Brüder ebenfalls den Transitus mit eigenen liturgischen Texten und Liedern. Passend zum Fest hat der in Wien lebende P. Sandesh Manuel auf Youtube einen neuen Schwank veröffentlicht: Nach dem Kurzvideo "Pater hot Kotz verloren" findet der Wiener Klosterguardian P. Oliver Ruggenthaler ernste Worte: "Vor 800 Jahren hat Franz von Assisi einen neuen Weg gefunden, jenen der Achtsamkeit der ganzen Schöpfung gegenüber. Je mehr wir aufeinander und auf die Welt achten, umso mehr wird diese Welt eine Zukunft haben".

Passend zum Franziskus-Fest hat P. Oliver Ruggenthaler die neu restaurierte Statue des Heiligen aus Assisi im Lainzer Tiergarten (Wien Hietzing) neu eingesegnet (Bild unten). Das Denkmal von Josef Josephu wurde 1934 geschaffen und fungiert im Tiergarten  auch als Vogeltränke.

 

(04-10-22 / mtz / Fotos: OFM Austria / M. Kautzky)