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Franziskaner legen Ordensgelübde ab

Zur Vesper am Stigmata-Fest (17. September) haben die Einfach-Professen im Kloster Graz vor Provinzialminister P. Fritz Wenigwieser ofm ihre Ordensgelübde erneuert. Der bisherige Novize hat erstmals die Profess abgelegt.

 

"Die Wundmale des Franziskus sollen uns ein Beispiel dafür sein, wie wir mit eigenen Wunden umgehen", sagte P. Fritz Wenigwieser in einer kurzen Homilie während der Vesper. Jeder Mensch erlebe während seines Lebens, dass ihm Wunden geschlagen würden und auch dass er selbst Wunden schlägt. Es geben immer zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: Man könne sich einem Tier ähnlich zurückziehen und die Wunden lecken. Oder man könne man könne Wunde reinigen, sie verbinden und mit der heilenden Wunde weitergehen. Er lade die Brüder dazu ein, eigene Wunden zum Ausdruck zu bringen, darüber zu sprechen und an ihnen zu wachsen.

Das Ziel sei nie die Verleugnung oder Verdrängung der Wunde, sondern ein Zustand der Heilung oder des Geheilt-Seins: "Auch die Wundmale des Herrn und die Wundmale des Franziskus sind keine Verherrlichung des Schmerzes. Zu den Wundmalen gehört auch die Auferstehung." Deswegen erzählten die Evangelien auch, dass der Auferstandene den  Jüngern seine leiblichen Wunden zeigt und diese ertasten lässt.

 

Von Killarney nach Graz

Nach dem Noviziatsjahr in Irland ist Br. Leopold (Mandic) Freitag ofm (44) ins Ausbildungshaus der Franziskaner in Österreich und Südtirol nach Graz gezogen. Br. Leopold  ist in Vorarlberg und Baden bei Wien aufgewachsen. Nach der Matura nahm er zunächst ein Medizinstudium auf, wechselte dann aber in den Informatikbereich. 2020 trat er ins Postulat der Franziskaner ein. Ab nun wird er in Graz an der Katholisch-theologischen Fakultät studieren.

 

Sieben Junioren

Mit Br. Leopold haben auch die anderen 6 Einfachprofessen ihre Ordensgelübde erneuert: Br. Gabriel Droc ofm, Br. Ambrosius Grill ofm, Br. Nikodemus Glössl, Br. Sebastian Chavez ofm, Br. Adam Bergmann ofm und Br. Niklaus Meienberg ofm (CH) bilden mit ihm derzeit die Ausbildungsgemeinschaft der Franziskaner. Das sei nicht nur eine interne Angelegenheit, wie Ausbildungsleiter P. Andreas Holl tags darauf bei der Pfarrmesse vor den Gläubigen erklärte: "Ein afrikanisches Sprichwort sagt 'Um ein Kind aufzuziehen, braucht es eine ganze Dorfgemeinschaft'. In diesem Sinne bitte ich Sie alle um das Gebet für unsere jungen Mitbrüder".

 

(18-09-2022 / mtz / Foto: Markus Rinderer ofm)