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INFAG tagt in Graz: 800 Jahre "Regula non Bullata"

Schwestern und Brüder verschiedener Gemeinschaften fanden sich am 7. Mai auf Einladung der interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG) zu einem Studiennachmittag im Grazer Kloster zusammen.

 

P. Bernhard Holter referierte anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der nicht-bullierten Regel (nbR) über ihren Entstehungsprozess. Die Regel zeugt vom persönlichen Dialog des heiligen Franziskus im Gebet zu Jesus Christus und wie sich die zeichenhafte evangelische Lebensweise für den Ordensvater im Leben der brüderlichen Gemeinschaft fortsetzte. Die nicht-bullierte Regel war Produkt des Austausches und Gespräches der Schwestern und Brüder um Klara und Franziskus und Ergebnis eines Prozesses der Unterscheidung.

 

P. Stefan Kitzmüller lädt bei dieser Gelegenheit zum internationalen INFAG-Treffen von 29. bis 31. Oktober 2023 nach Altötting unter dem Thema „Die Wirklichkeit ist wichtiger als die Idee“. Der Dachverband Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft (INFAG) ist ein Zusammenschluss deutschsprachiger Ordensgemeinschaften, deren Gründung und Spiritualität auf Franz und Klara von Assisi zurückgehen. Der Verband dient der Koordination von Arbeiten und der Fortbildung von Ordensschwestern und -brüdern. Bei einem Mattenkapitel an Pfingsten des Jahres 1221 hatte Franz von Assisi in der Portiuncula den damals etwa 5000 zusammengekommenen Brüdern eine erste Fassung der Ordensregel, die sogenannte nicht-bullierte Regel vorgestellt. Ein in Folge überarbeiteter und gekürzter Text wurde zwei Jahre später von Papst Honorius approbiert und wird als bullierte Regel bezeichnet.

 

(09-05-22 / Adam Bergmann)

 

Im Bild: Für die INFAG referierte P. Bernhard Holter ofm in Graz. Foto: OFM Austria