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Werkstatt-Treffen bei Kapuzinern in Salzburg

Mitbrüder aus Österreich, der Schweiz und aus Deutschland haben sich im Salzburger Kapuzinerkloster zu einem Austausch der "Werkstatt Franziskanische Geschichte" (WFF) getroffen. Schwerpunkt der dreitägigen Beratungen war die in Arbeit befindliche Herausgabe von Quellenschriften zur heiligen Elisabeth.

 

Seit Jahren umfasst die Werkstatt Brüder aus den franziskanischen Ordenszweigen (Franziskaner, Kapuziner, Minoriten) im deutschen Sprachraum, die sich in ihrer Forschungstätigkeit mit franziskanischer Geschichte beschäftigen. Die Treffen dienen dem gegenseitigen Austausch und der besseren Koordination. Koordiniert wird die Werkstatt von der in Münster verorteten "Fachstelle für franziskanische Forschung", die u. a. auch die u.a. auch die Publikationsreihe "Werkstatt Franziskanische Forschung" oder die Zeitschrift "Wissenschaft und Weisheit" herausgibt.

Bei ihrem Treffen im Salzburger Kapuzinerkloster erörterten die Brüder die Herausgabe eines Sammelbandes zu Quellschriften der heiligen Elisabeth. Nach den "Franziskus-Quellen" (2009) und den "Klara-Quellen" (2012) sollen Leben und Werk der dritten große Persönlichkeit aus der Gründungszeit der franziskanischen Bewegungen eine wissenschaftliche Grundlage erhalten. Der Elisabeth-Band soll im Herbst 2023 erscheinen. 

 

Verschiedene Projekte

Abgesehen davon stellten einige Brüder ihre laufenden Wissenschaftsprojekte vor: Der in Rom wirkende Benedikt Mertens OFM stellte seine Studie über Auswirkungen, die der Vesuv-Ausbruch 1631 auf den Orden entfaltet hatte. Johannes Schlageter ofm (München) bereitet u.a. die Edition einer neu entdeckten Lebensbeschreibung der heiligen Colette von Corbie vor. Und Johannes Maria Pfister ofm (Näfels, Schweiz) sprach über die Rezeption der Liturgiereform bei den weiblichen franziskanischen Ordensgemeinschaften.

Zum Abschluss des Treffens (5.-7. Mai 2022) besichtigten die Brüder das neu sanierte Franziskanerkloster Salzburg.

 

(08-05-2022 / mtz)

 

Im Bild (hintere Reihe v.l.): Benedikt Mertens ofm, Johannes Maria Pfister ofm, Florian Mair ofm, Bernd Schmies, Johannes Schneider ofm und Paul Zahner ofm. Sitzend (v.l.): Heinz-Meinolf Stamm ofm, Leonhard Lehmann ofmCap und Johannes Schlageter ofm. Foto: OFM Austria.