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Ukraine-Krieg: Österreichs Franziskaner helfen und beten

Die österreichischen Franziskaner beobachten mit besonderer Sorge den russischen Kriegszug in der Ukraine. Das ordenseigene Hilfswerk "Franz Hilf" in Wien unterstützt seit Jahrzehnten Einrichtungen in dem osteuropäischen Land. Der Krieg bedroht auch diese.

 

Einheimische Franziskaner und Franziskanerinnen tragen in vielen Teilen der Ukraine Sozialprojekte. "Als Hilfswerk versuchen wir zusammen mit unseren franziskanischen Schwestern und Brüdern vor Ort zu helfen und an der Seite derjenigen zu stehen, die so dringend auf Hilfe angewiesen sind", heißt es in einer Stellungnahme des Wiener Franziskanerguardians Oliver Ruggenthaler ofm.

Die Kriminvasion im Jahr 2014, die Pandemie und nun der neuerliche Kriegszug Russlands hätten unvorstellbare Auswirkungen gerade auf die Schwächsten. Für die inzwischen weltweit agierende Hilfsorganisation "Franz Hilf" ist die Ukraine seit den 1990er Jahren ein Kernland ihrer Tätigkeiten. Dabei stehen die Brüder in Österreich in ständigem Kontakt mit den Mitbrüdern der ukrainischen Franziskanerprovinz. "Es ist unsere oberste Priorität, den Menschen zu helfen und Leben zu retten", sagt Ruggenthaler.

 

Mit Zunahme der Kampfhandlungen rechnen die Franziskaner mit einer Fluchtbewegung. Mitteleuropäische Länder wie Österreich werden sich darauf einstellen müssen, Opfer des russischen Krieges aufzunehmen und zu versorgen. "So bitte ich Sie: Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschen und den Frieden in der Ukraine beten und lassen Sie uns gemeinsam helfen", appelliert Ruggenthaler.

 

(24-02-22 / Red. / Foto: Franz Hilf)