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Tag des Geweihten Lebens: Nicht müde werden

Das Fest Darstellung des Herrn (2. Februar) ist in der lateinischen Kirche auch der Tag des Geweihten Lebens. Auch in Österreich schaut die Kirche an diesem Tag in besonderer Weise auf jene, die ein Ordensleben gewählt haben. Die Brüder der österreichischen Franziskanerprovinz feierten das Fest in ihren Kirchen, mit den Pfarrgemeinden oder in Gemeinschaften.

 

In Graz nahmen die Franziskaner an der alljährlichen Feier der Ordensgemeinschaften in der Stadtpfarrkirche teil. Nach Anbetung und Kerzensegnung zelebrierte Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl mit Gläubigen und Ordensleuten einen Festgottesdienst. Das Evangelium (Lk 2, 22–4) erzähle uns von "zwei alten Haudegen des Glaubens, Simeon und Hannah", sagte Krautwaschl in seiner Predigt und schrieb den beiden prophetischen Gestalten eine ähnliche Lebensgestaltung zu wie sie heute Ordensleute leben. "Sie haben ihr Leben so gestaltet, um den Herrn zu erkennen, wenn er kommt", sagte Krautwaschl und meinte, das sei ein Dienst an der Kirche, aber auch an der gesamten Gesellschaft, die dies zwar viel zu wenig schätze, die aber durch Ordensleute daran erinnert werde, dass "es mehr gibt als die Summe dessen, was wir in der Welt vorfinden."

Auch wenn Ordensleben nicht "en vogue", also nicht im Trend liege, auch wenn zum Ordensleben auch das Scheitern gehöre, appellierte Bischof Krautwaschl an die Schwestern und Brüder in der Stadtpfarrkirche: "Werden Sie nicht Mühe. Sie werden Ihn, Sie werden den Herrn erkennen. In Ihrem Leben, in dieser Welt."

 

 Im Bild: Br. Gabriel Droc und Br. Niklaus Meienberg (beide links) beim Gottesdienst mit Bischof Wilhelm Krautwaschl in Graz. 

(02-02-2022 / mtz)