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Brief aus Myanmar: Mitten im Notstand

"Frieden zu stiften ist unsere franziskanische Mission in Myanmar". Das schreibt der aus der österreichischen Franziskanerprovinz stammende P. Johannes Nepomuk Unterberger in seinem jüngsten Brief in die Heimat.

 

Er erlebe Bürgerkrieg, tausende Menschen auf der Flucht und große Armut. In dem asiatischen Land hat im vergangenen Februar das Militär die Macht übernommen und den Notstand ausgerufen. Es kommt regelmäßig zu gewalttätigen Übergriffen auf ethnische oder religiöse Minderheiten. Die Organisation Open Doors listete Myanmar im Jahr 2020 auf Platz 19 jener Länder, in denen die Christen am härtesten verfolgt wurden. Seit 2005 lebt eine kleine Gruppe von Franziskanern in dem Land. Die Brüder versuchen den ärmsten Menschen in deren Not beizustehen. Dabei zählt P. Johannes Nepomuk auch auf die geistliche Unterstützung aus der Heimat: "Es ist ein großer Segen für mich zu wissen, dass wir täglich im Gebet verbunden sind und gemeinsam Gott dienen", heißt es in dem Schreiben an die Brüder in Österreich.

 

 

Doch P. Johannes Nepomuk ist auch auf materielle Hilfe angewiesen: Bedürftigen hat er das Rosenkranzknüpfen beigebracht. Diese wurden im Jahr 2020 über die Päpstlichen Missionswerke Österreich (missio.at) vertrieben. Damals zählte P. Johannes Nepomuk über 4000 Rosenkränze und 3500 Rosenkranzarmbänder, die er in die Heimat auslieferte: "Diese Rosenkränze und Rosenkranzarmbänder wurden von armen Familien hergestellt. Für die Herstellung erhielten sie einen fairen Lohn, der zumindest Lebensmittel und Medizin für die gesamte Familie sicherstellt." Für das Jahr 2021 haben die Menschen um den österreichischen Missionar wieder Tausende von solchen Rosenkränzen hergestellt.

 

Bild oben: P. Johannes Nepomuk Unterberger (Bildmitte hinten) im November 2021 beim Besuch eines Waisenhauses in Pyin Oo Lwin. Foto: ofm

 

(22-11-2021 / mtz)