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Gedenken: Seraphisches Allerseelen

 

 

Am Tag nach Allerseelen gedenken die Franziskaner ihrer Mitbrüder. Der 3. November ist auch in den Gemeinschaften der österreichischen Franziskanerprovinz das "Gedächtnis der Verstorbenen des seraphischen Ordens".

 

Für jene zu beten, die bereits gestorben sind, Gräber zu pflegen oder allgemein der Toten zu gedenken, gehört von Beginn an zu den fest verankerten Anliegen der Kirche. Im besonderen Maße ist das in Ordensgemeinschaften ein fester Bestandteil klösterlichen Lebens.

 

Verwurzelt in der biblischen Forderung nach Pflege der Toten, haben sich die Christen seit je her als eine Gemeinschaft verstanden, zu der auch jene gehören, die ihr irdisches Leben bereits beendet haben. Wie viele andere Ordensgemeinschaften haben auch die Franziskaner über die Jahrhunderte vielfältige Traditionen ausgebildet, um diese Gemeinschaft zu pflegen. Der auf den Franziskaner und Franziskus-Biographen Thomas von Celano (1190-1260) zurückgehende Hymnus "Dies Irae" ist seit dem Konzil von Trient allgemeiner Bestandteil des Requiem geworden.

 

In vielen Franziskanerklöstern wird täglich  aus dem Nekrologium - dem Namensverzeichnis der Verstorbenen - vorgelesen. Das Fürbittgebet und die Erinnerung sind fester Bestandteil des Stundengebetes.

Und um Allerseelen - meist am 3. November - feiern die Brüder einen eigenen Gedenktag für alle verstorbenen Mitbrüder.

 

Pie Iesu Domine,

 

 

 

Milder Jesus, Herrscher Du,

dona eis requiem. Amen.

 

 

 

Schenk den Toten ew'ge Ruh. Amen.

 

(3-11-2021 / mtz)

 

Bild: Gedenken am Grab der Franziskaner bei der Basilika Maria Trost in Graz. Bis 1996 bestand am Wallfahrtsort ein Franziskanerkloster. Die Mitbrüder sorgten sich um die Wallfahrts- und Pfarrseelsorge. Obschon kein Kloster mehr besteht, bleibt das Gedenken an die hier Begrabenen bestehen. (Foto: mtz)