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Neuer Provinzialminister: An den Bruchstellen präsent sein

 

Neuer Provinzial der Franziskanerprovinz in Österreich und Südtirol ist Fritz Wenigwieser (54). Unter entsprechenden Schutzmaßnahmen sind die Brüder im oberösterreichischen Pupping zu ihrem Provinzkapitel zusammengetreten, um über die Zukunft der Provinz zu beraten.
 
Nach 10 Jahren endete die Amtszeit von Oliver Ruggenthaler. Auf dem Kapitel zog er Bilanz. Sein Leitgedanke sei ihm das Franziskus-Wort gewesen: „Die Brüder zum Herrn ziehen“. Die Franziskanerprovinz in Österreich und Südtirol umfasst 19 Niederlassungen. In ihr leben 103 Brüder bei einem Altersdurchschnitt von 62,4 Jahren.
 
Zehntausende Kilometer zu Fuß
Fritz Wenigwieser (Bild) ist am 19. 6. 1966 geboren und stammt aus dem oberösterreichischen Engerwitzdorf im Mühlviertel. Nach der Matura am Gymnasium in Horn trat er 1986 in die damals bestehende Tiroler Franziskanerprovinz ein. Er studierte u.a. Theologie in Salzburg und wurde im Jahr 1994 zum Priester geweiht. Danach verbrachte er ein Freijahr in der mittelitalienischen Stadt Frascati und lebte danach Jahre in San Masseo in Assisi. Während dieser Zeit unternahm er zu Fuß mehrere Fernreisen, u.a. ins Heilige Land, nach Santiago de Compostela oder nach Rom. Insgesamt war er rund 10.000 Kilometer zu Fuß unterwegs. Seit 1998 lebt und wirkt er im Shalom-Kloster in Pupping. Seit dem Jahr 2001 ist er Mitglied der Provinzleitung. In seinem Selbstverständnis als Franziskaner habe er sich immer an einen Grundsatz des 2014 verstorbenen, ehemaligen Generalministers, Giacomo Bini, orientiert: Franziskaner sein bedeute „an den Bruchstellen präsent zu sein“, sagt P. Fritz Wenigwieser.

(19-05-2021 / red. / Foto: emf)