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Papst in Greccio

Am 1. Adventsonntag hat Papst Franziskus das Heiligtum in Greccio besucht.
 
In der italienischen Einsiedelei im Rieti-Tal hat Franz von Assisi  im Jahr 1223 - wenige Tage nachdem Papst Honorius III. die Regel bestätigt hatte - mit einem Krippenspiel das Geschehen der Menschwerdung "verlebendigt" und damit die Krippentradition begründet. Nun hat Papst Franziskus mit einem Apostolischen Schreiben ("Admirabile Signum") daran erinnert und als "großes Werk der Evangelisierung" allen Katholiken ans Herz gelegt. Man könnte fast sagen, die Krippentradition sei zur Lehre der Kirche geworden.

Botschaft
Das Aufbauen einer Krippe helfe uns dabei, "die Geschichte, die sich in Bethlehem zugetragen hat, neu zu erleben", erklärt der Pontifex in seinem  Schreiben. Und lädt die Erwachsenen dazu ein, mit den Kindern die Weihnachtskrippe aufzubauen: "Ich hoffe, dass dieses Brauchtum nie vergeht; im Gegenteil, ich hoffe, dass es dort, wo es nicht mehr gepflegt wird, wiederentdeckt und neu belebt werden kann", heißt es in Admirabile Signum.

Menschwerdung
Ausführlich zitiert der Papst die Franziskus-Quellen und den Biographen Thomas von Celano, der die Greccio-Szene des Ordensvaters beschrieben hat: "Seine Lehre  ist in das Herz der Christen eingedrungen und bleibt bis in unsere Tage ein authentischer Weg, um die Schönheit unseres Glaubens auf schlichte Weise neu darzulegen." Der Pontifex erläutert auch, warum Krippen immer noch Menschen in Staunen versetzen: "Vor allem weil sie Gottes Zärtlichkeit offenbart. Er, der Schöpfer des Alls, begibt sich zu uns hernieder.”

Krippe in der Franziskanerkirche in Brixen (Foto: Br. Emmanuel-Maria Fitz)
(3-12-2019 / Br. Moritz Windegger / red.)