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Provinztag in Salzburg

Rund 60 Mitbrüder haben sich am österreichischen Nationalfeiertag im Kloster Salzburg eingefunden.
 
Generaldefinitor Br. Jürgen Neitzert (Fotos: Br. Emmanuel-Maria Fitz)Der heurige Provinztag, ein jährliches Zusammenkommen der Brüder, stand unter dem Motto "Einander anvertraut. Verantwortlich – solidarisch – mutig". Den ganzen Tag über debattierten sie über die Frage nach den "Zeichen der Zeit" in Kirche und Welt, und wie das franziskanische Charisma untereinander und anderen gegenüber gelebt werden kann.
 
International
Eigentlich wäre Generalminister, P. Michael Perry, nach Salzburg gekommen. Aufgrund seines Genesungsprozesses nach einem Radunfall im August wurde er aber von Generaldefinitor Br. Jürgen Neitzert vertreten. Franziskaner sollten auf allen Ebenen – bis in die Hausgemeinschaft und ins persönliche Leben – überlegen, wie sie das franziskanische Charisma neu leben und beleben können. Sagte Br. Jürgen und berichtete von entsprechenden Beratungen der Ordensleitung im Sommer in Nairobi.
 
Gemeinschaft
Die Mitbrüder im Salzburger Konvent sorgten dafür, dass beim brüderlichen Zusammenkommen auch die kulinarische Seite zu einem Fest wurde: P. Maximilian-Maria Fuetsch und seine Helfer kochten und servierten für die große Gruppe ein dreigängiges Menü.
 
Botschaft
Der Tag gipfelte in einer gemeinsamen Messfeier in der Salzburger Klosterkirche, der P. Franz-Leo Barden vorstand. Er ist vom Generalminister für das in Österreich anstehende Provinzkapitel zum Generalvisitator ernannt worden. In seiner Auslegung zum Evangeliumabschnitt mit dem Feigenbaum, dessen Entfernung der Gärtner noch verhinderte indem er versprach, den Boden neu zu pflügen, lud P. Franz-Leo die Brüder ein, den geistigen Boden aufzulockern oder zu pflügen. "Wir alle fühlen uns bisweilen so, als wäre unser Leben ein unfruchtbarer Feigenbaum", konstatierte er. Was aber niemanden davon abzuhalten brauche, den Boden neu zu düngen.
Provinzial P. Oliver Ruggenthaler
 
(30-10-2019 / Br. Moritz Windegger / red.)