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"Mach uns zu Mitverzeihenden"

Im Rahmen der Apostolischen Visitation des Bistums Gurk-Klagenfurt hat Erzbischof Franz Lackner zu einer "Buß- und Gebetsstunde" nach Villach geladen.
 
P. Willibald Hopfgartner (Foto: Franziskaner/emf)In der Kärntner St. Nikolai-Kirche leben und wirken Mitbrüder der Österreichischen Franziskanerprovinz. Die Einladung zu einer Gebetsstunde hat bekanntlich unterschiedliche Reaktionen von Kirchenvertretern ausgelöst. Wegen der positiven Rückmeldungen und Anfragen vieler Menschen veröffentlichen wir den Wortlaut der Gebetspredigt. Erzbischof Lackner hatte dazu den aus Osttirol stammenden und im Franziskanerkloster Graz lebenden P. Willibald Hopfgartner für die Homilie gewonnen.
 
Kirchengeschichte
In diesem Impuls lädt P. Willibald dazu ein, sich auch in der Schwachheit des Anderen nicht von ihm zu distanzieren. Und er verweist dazu auf zwei Beispiele in der Kirchengeschichte: Der Humanist Erasmus von Rotterdam (1466-1536) habe sich nicht der Reformation angeschlossen, weil er die Fehler der Kirche so lange ertragen wolle, so lange diese bereit sei, seine eigenen Fehler zu ertragen. Und der heilige Franz von Assisi (1181-1226) habe seine Brüder dazu ermahnt, einem Oberen, der etwas gegen das eigene Gewissen befehle, zwar nicht zu gehorchen, ihn aber auch nicht zu verlassen. Überwindung von Schmerzen und Verletzungen brauche auch Gottvertrauen. 
 
Impuls
"Zum Bekenntnis des eigenen Versagens gehört, wenn wir uns nicht eitel über die anderen erheben wollen, das Mittragen der Schwachheit des und der anderen. Wir könnten sagen: Zur Solidarität in der Schuld gehört christlich die Subsidiarität der Barmherzigkeit", so P. Willibald.

Den gesamten Predigttext lesen Sie hier.
 
(29-03-2019 / Moritz Windegger / red.)