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P. Clemens Prieth verstorben

Nach einem erfüllten Leben in der Verkündigung der Frohen Botschaft hat Jesus Christus unseren lieben Mitbruder
A.R.P. Clemens (Anton) Prieth OFM am 24. Feb. 2019 im 90. Lebensjahr in seine liebende Gemeinschaft heimgeführt.
 
P. Clemens kam am 31. Jänner 1930 als Bauernsohn am Zammerberg im Tiroler Oberinntal zur Welt. Nach der Volksschulzeit in der Heimat wechselte der begabte Bub zunächst ans Paulinum in Schwaz, später an das Haller Franziskanergymnasium, wo er als externer Schüler 1951 maturierte. Fasziniert vor allem vom Vorbild seines Religionslehrers P. Raphael Grud, entschloss er sich am 25. August 1951 für den Eintritt ins Noviziat der Franziskaner im Kloster Pupping (OÖ). Nach dem Studium an der ordenseigenen Hochschule in Schwaz und der Feierlichen Profess im Jahre 1955 empfing er am 26. Juli 1957 die Priesterweihe durch Bischof Paulus Rusch in Innsbruck und durfte tags darauf in der Pfarrkirche Zams die Primiz feiern.
 
Von 1958 bis 1970 wirkte P. Clemens als Präfekt im Internat Leopoldinum in Hall, ab 1960 zusätzlich als Religionsprofessor am Franziskanergymnasium. Als Nachfolger des zum Bischof ernannten P. Bonifaz Madersbacher war P. Clemens von 1970 bis 1983 Provinzial der Tiroler Franziskanerprovinz mit wechselndem Sitz in Hall, Salzburg und Innsbruck. Schon während dieser Zeit fand der aufgeschlossene und zugängliche Seelsorger sein pastorales Tätigkeitsfeld in unzähligen Volksmissionen.
 
Dem Brüderkonvent in Salzburg diente er von 1986-95 als Guardian, sodann als gewissenhafter Ökonom. Von 2004-08 übernahm P. Clemens die Seelsorge am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg. Bis Weihnachten 2018 versah der verstorbene Mitbruder in großer Treue mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit und Agilität trotz fortgeschrittenen Alters seelsorgliche Dienste an der Salzburger Klosterkirche. Mehrfach wurde das Wirken von P. Clemens ausgezeichnet: Konsistorialrat der Erzdiözese Salzburg (1977), Ehrenzeichen des Landes Tirol (1983) und Geistlicher Rat der Diözese Innsbruck (1984).
 
P. Clemens bleibt uns als umsichtiger Mitbruder in Erinnerung, der das Gemeinschaftsleben mit Aufmerksamkeit und großer Herzlichkeit bereichert hat. Sein waches Interesse für die gegenwärtigen Fragen von Kirche und Gesellschaft, für Literatur und klassische Musik ließen ihn zu einer abgerundeten Persönlichkeit reifen. Seine Art der Verkündigung im Gottesdienst, gerade als begnadeter Prediger, wie auch in der persönlichen Begegnung ist vielen sehr lieb und wichtig geworden.
 
Die Seelenrosenkränze für unseren Mitbruder beten wir am Mittwoch 27. Feb. und am Donnerstag 28. Feb. (jeweils um 18.30 Uhr), das Requiem feiern wir am Freitag 1. März (um 14.00 Uhr) in der Franziskanerkirche in Salzburg. In der Gruft der Brüder wird P. Clemens seine letzte Ruhestätte finden.
 
(25-02-2019 / Franziskanerprovinz Austria / red.)