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Seligsprechung

In Kaltern (Südtirol) ist am Wochenende der diözesane Teil des Seligsprechungsprozesses für Maria von Mörl (1812-1868) abgeschlossen worden.
 
Maria von Mörl (Foto: Diözese Bozen-Brixen)Im Beisein unseres Schweizer Mitbruders, P. Gottfried Egger ofm, hat Diözesanbischof Ivo Muser in der Kalterer Pfarrkirche einen Gottesdienst gefeiert, in dessen Rahmen die entsprechenden Akten versiegelt und nach Rom gesandt wurden. Das teilt die Diözese Bozen-Brixen in einer Aussendung mit.
 
Botschaft
"Für mich ist der Schlüssel zu ihrer Lebens-, Glaubens- und Berufungsgeschichte ihre Christusverbundenheit. Das Schauen auf Jesus, die intensive Verbundenheit mit ihm in seiner Menschwerdung und in seiner Passion sind für mich die Botschaft, die sie auch an unsere Zeit richtet: Ein auf Christus ausgerichtetes Leben hat Sinn und schenkt Sinn! Ihre Christusbeziehung zeigte sich bei ihr dann auch dadurch, dass sie 34 Jahre lang die Wundmale Jesu an ihrem Leibe trug. Dadurch wurde sie zu einem lebendigen Kruzifix", sagte Bischof Muser in seiner Predigt.

Biografie
Die Mystikerin Maria von Mörl war die meiste Zeit ihres Lebens ans Krankenbett gebunden. Sie wird seit dem 19. Jahrhundert von Tausenden Pilgern als Fürsprecherin und Vorbild im Glauben verehrt. Sie war Mitglied im Dritten Orden und ist am Kalterer Friedhof neben den Brüdern unseres Klosters bestattet.

Seligsprechungsprozess
Jedes Verfahren vollzieht sich in drei Phasen: Der erste Schritt ist die Untersuchung und Sammlung des Beweismaterials in der Diözese. Der zweite umfasst die Verarbeitung des Beweismaterials in Rom durch den Postulator zu einem übersichtlichen Buch. Der dritte Schritt beinhaltet schließlich die Diskussion in den zuständigen Gremien der Kongregation für die Heiligsprechungsverfahren. Am Ende steht die Entscheidung des Papstes.
Bischof Ivo Muser (Mitte) und P. Gottfried Egger ofm (links) bei der Unterzeichnung der Dokumente für den Seligsprechungsprozess (Foto: Diözese Bozen-Brixen)
 
(15-01-2019 / mtz / red.)