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Wie Gefühle den Menschen bilden

Heuer ging das theologisch-philosophisches Symposion im Grazer Konvent der Frage nach, wohin sich unsere Bildung entwickelt.
 
P. Sandesh Manuel (Fotos: Franziskaner / emf)Rund 90 Teilnehmer diskutierten über Herausforderungen bei der Heranbildung junger Menschen zu reifen Erwachsenen. Gerahmt wurde das Symposion vom gemeinsamen Stundengebet und von der musikalischen Gestaltung des aus Indien stammenden und im Wiener Kloster lebenden Franziskaner-Musikers, P. Sandesh Manuel.
 
Kooperation
„Kultur ist auch die Frage wie Menschen zueinander leben. Diesbezüglich hat der heilige Franz Maßstäbe gesetzt“, sagte P. Willibald Hopfgartner bei der Eröffnung. Für das heurige Symposion gewannen die Franziskaner die Kooperation der Grazer Schulschwestern, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Graz und der Diözese. Für rund 90 Teilnehmer ging es zwei Tage lang um Herausforderungen der Bildung. Ausdrücklich monierte KPH-Rektor Siegfried Barones, , dass auch die Frage nach „religiöser Bildung des Menschen“ nicht aus dem Blick geraten dürfe.
 
Befund
Psychiater Joachim Bauer forderte, man müsse achtsam mit Gefühlen wie Scham umgehen. Solche Gefühle beeinflussten den Menschen in seiner körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung. Der aus Südtirol stammende und an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt tätige Bildungsforscher Hans Karl Peterlini mahnte dazu, Pädagogik nicht immer nur von der Seite des Lehrens her zu untersuchen. 
 
Arbeitsgruppen
In sechs vertiefenden Workshops setzten sich die Teilnehmer mit einzelnen Fragestellungen zum Thema „Emotion und Bildung“ auseinander. Mit P. Willibald Hopfgartner gewannen die Teilnehmer einen Einblick in die Vorstellungen zu Schule und Bildung von Papst Franziskus. P. Bernhard Holter spürte den Umgang mit Scham in franziskanischen Quellentexten nach. Von der KPH diskutierte Helmut Loder über Wirkung und Wesen von Facebook und anderer sozialer Medien. Schließlich erläuterte der Innsbrucker Professor Franz Pauer wie Mathematik Persönlichkeit und Gesellschaft bilden könne.
Reges Interesse bei den Symposiumsteilnehmern in Graz
 
(23-10-2018 / Br. Moritz Windegger / red.)