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Erfrischend franziskanisch

Bei einem Treffen zwischen Ordens- und Universitätsvertretern in Graz wurde die Bedeutung der wissenschaftlichen Kooperation unterstrichen.
 
Br. Emmanuel-Maria (li.) mit seinem Mitbruder Moritz Windegger (Fotos: Uni Graz/sk)Die Franziskaner sind eine Bereicherung für die akademische Welt. Das war der Grundtenor beim Treffen der Brüder mit Vertretern der Katholischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität in Graz.
 
Inspiration
Er empfinde diese Kooperation geistlich inspirierend und menschlich erfrischend, sagte Prof. Christoph Heil an die Adresse der Mitbrüder. Heil ist seit dem 1. Oktober 2017 Dekan der Katholischen Fakultät. Diese Zusammenarbeit verwirkliche sich in gemeinsamen Tagungen, Studien oder Veröffentlichungen, aber gerade auch durch die Anwesenheit "begabter Franziskaner-Studenten an unserer Fakultät", sagte Heil. An die Verantwortlichen im Orden wolle er deswegen appellieren, studierenden Mitbrüdern auch eine wissenschaftliche Laufbahn zu eröffnen. "Wissenschaftliche Laufbahn und Pastoral befruchten sich gegenseitig. Was auch Papst Franziskus in (der Apostolischen Konstitution, Anm.) Veritatis Gaudium betont", so Heil.
 
Papst Franziskus
Überhaupt war Papst Franziskus bzw. dessen 5-jähriges Pontifikat das Schwerpunktthema des Treffens, zu dem Provinzvikar, P. Fritz Wenigwieser (in Vertretung des Provinzialministers P. Oliver Ruggenthaler), eigens nach Graz gekommen war.
 
Jorge M. Bergoglio
Prof. Pablo Argárate, selbst Argentinier, und in Graz Vorstand am Institut für für Ökumenische Theologie, Ostkirchliche Orthodoxie und Patrologie, zeichnete in einem kurzen Statement einen historischen Abriss des Jesuiten Jorge Mario Bergoglio nach, der heute als Franziskus zwar wohl auch Papst, aber im Selbstverständnis viel mehr noch Bischof von Rom geworden ist.
 
Prophetische Spiritualität
In einer zweiten Wortmeldung unterstrich Prof. Rainer-Maria Bucher, Leiter des Institutes für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie, die Neuartigkeit dieses Papstes, der für eine "Revolution der Zärtlichkeit" stehe. Papst Franziskus, der Pontifex aus dem Jesuitenorden mit dem Namen des Armen aus Assisi, vereine die prophetische Spiritualität des Franziskanischen mit robustem Vorgehen und Intellektualität des Ignatianischen. Eine These, die die zuhörenden Mitbrüder im Grazer Dekanat mit zustimmenden Schmunzeln besiegelten.
Dekan Prof. Christoph Heill mit Prof. Rainer-Maria Bucher und Prof. Pablo Argárate (v. li. n. re.)
 
(25-04-2018 / Br. Moritz Windegger / red.)