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Die Brüder der Franziskanerprovinz in Österreich und Südtirol haben einen Novizen. Am Sonntag, 1. August, zum Vorabend des Portiunkula-Festes hat Provinzialminister Fritz Wenigwieser in der Grazer Klosterpfarrkirche den bisherigen Postulanten Martin Freitag eingekleidet. Dabei hat der neue Mitbruder den Ordensnamen Leopold angenommen. Sein Namenspatron ist der heilige Kapuziner Leopold Mandic (1866-1942).

 

Seit langem wieder Einkleidung in Graz 

Eine Einführung wie es das Noviziatsjahr darstellt, sei eine Zeit der Prüfung und der Initiation, sagte P. Fritz Wenigwieser in seiner kurzen Homilie. Wie bei der Taufe zeige eine solche Initiation den Zusammenhang zwischen Tod und Auferstehung: "Jede Initiation beginnt mit dem Loslassen. Ich lasse los, um alles empfangen zu können". Eine solche Erfahrung sei aber nur dann sinnstiftend, wenn der Mensch gleichzeitig auch die Erfahrung des Angenommen-Seins mache: "Dieses Angenommen-Werden ist die Aufgabe der Bruderschaft", erläuterte der Provinzial bevor er dem Novizen Habit, Regel und ein Kreuz überreichte. Beim Einkleidungsritus assistierten dem Provinzialminister der Grazer Klosterguardian, P. Josef Höller, und der Assistent des Junioratsmagisters, P. Bernhard Holter. Historisch ist es das erste Mal seit 37 Jahren, dass die österreichischen Franziskaner einen Novizen in der steirischen Landeshauptstadt einkleiden. Das letzte Mal geschah dies, als im September 1984 der heutige Erzbischof von Salzburg, Franz Lackner, in den Orden der Minderbrüder aufgenommen worden war.

 

Namenspatron der Heilige im Beichtstuhl

Als Ordensnamen trägt der neu eingekleidete Mitbruder nun den Namen des heiligen Leopold Mandic. Der aus der Herzegowina stammende Kapuziner verbrachte fast sein ganzes Leben im Beichtstuhl. Die meiste Zeit davon im Kloster in Padua. Bereits bei seinem Tod im Jahr 1942 wurde er von zahlreichen Gläubigen als Heiliger verehrt. Nach dem Antonius-Heiligtum ist das Kapuzinerkloster bis heute ein beliebtes Wallfahrtsziel in der norditalienischen Stadt.

 

Br. Leopold (Mandic) Freitag wurde am 13.08.1978 in Wien geboren und auf den Namen Martin getauft. Er ist in Vorarlberg und Baden bei Wien aufgewachsen. Nach der Matura nahm er zunächst ein Medizinstudium auf, wechselte dann aber in den Informatikbereich. Er war in verschiedenen Bereichen der IT tätig – als Systemadministrator, Softwareentwickler und zuletzt als Spezialist im Bereich Applikationsbetrieb und Citrix/Virtualisierung für eine Tochterfirma der Deutschen Telekom AG. Das Postulatsjahr hat er auf der Insel Werd (CH) verbracht, jetzt zieht er für ein Jahr ins Internationale Noviziat nach Dublin. (mtz)

 

Im Bild:  Der neu eingekleidete Novize, Br. Leopold (Mandic) Freitag, mit seinen Eltern Josef und Hannelore. Foto: Adam Bergmann ofm

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