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Wiens älteste Orgel pfeift aus dem letzten Loch

Die Wöckherl-Orgel in der Wiener Franziskanerkirche aus dem Jahr 1642 wird derzeit restauriert. Die Franziskaner laden zum Benefizkonzert am 16. Oktober 2008, 19:30 Uhr.

 

   
„Wir wollen Wiens älteste Orgel, die Wöckherl-Orgel in der Franziskanerkirche wieder zum Klingen bringen“, erklärt Pater Gottfried Wegleitner OFM. Der Guardian des Wiener Franziskanerklosters lädt daher zu einem Benefizkonzert am Donnerstag, 16. Oktober 2008, 19:30 Uhr, zugunsten der Restaurierung des Instrumentes.

Die Franziskaner freuen sich über die hochklassige Besetzung: Der Friedrich-Lessky-Chor Wien (Leitung Hofrat Friedrich Lessky), das Barockensemble J.J. Fux und Cappella Albertina Wien (Leitung Prof. Johannes Ebenbauer) sowie Organist Prof. Hans Haselböck spielen Werke von Johann Joseph Fux, Pater Blasius Amon OFM, Anton Bruckner und Hans Haselböck.

 

Seit Jahrzehnten desolat
Pater Wegleitner nennt neben der umfangreichen Unterstützung für arme Menschen, die Erhaltung des Kulturgutes als wesentliches Kennzeichen der Franziskaner in Wien. Daher habe sich der Orden entschlossen, die Sanierung der Wöckherl-Orgel, die hinter dem

  
Hochaltar steht, zu starten. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1642 und wurde von Johann Wöckherl erbaut. Sie ist Wiens älteste Orgel und seit Jahrzehnten in einem völlig desolaten Zustand. Insgesamt müssen 1,3 Millionen Euro aufgebracht werden.

 

Für 2010 ist das Ende der Restaurierung anvisiert. Die Arbeiten an der Orgel beginnen im März 2009, ausgeführt werden sie von der renommierten Schweizer Orgelbaufirma Kuhn. „Auch wenn Kirche, Bund, Gemeinde Wien, Franziskanerorden und viele Kleinspender bereits sehr großzügig geholfen haben, brauchen wir noch viel Unterstützung“, erläutert Pater Wegleitner. Der Guardian weiter: „Als Kulturträger in unserer schönen Stadt Wien und als Anziehungspunkt von Touristen wollen wir unsere Wöckherl-Orgel wieder zum Klingen bringen.“

Internationales Symposium
Im Sommer 2007 diskutierten rund hundert Experten aus dem In- und Ausland bei einem Symposium in Wien über die Wöckherl-Orgel. Seit einem Jahrhundert steht das Instrument im Zentrum der österreichischen

   
Orgelforschung. Die Restaurierung soll der ursprünglichen Disposition (Register und Klangfarbe) folgend, durchgeführt werden. Der am 14. Juli 1642 zwischen dem Orden und Wöckherl geschlossene Werkvertrag ist noch heute vorhanden. Die älteste Kirchenorgel Wiens besitzt 20 Register auf zwei Manualen und Pedal mit gebrochener Unteroktav in zeittypischer mitteltöniger Stimmung.

 

Einzigartige Fresken entdeckt
Im Zuge der Arbeiten entdeckten Experten im Betchor einzigartige Wandmalerein aus der Frühbarockzeit. Die Malereien, worunter Engelsdarstellungen sind, stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert, vermutlich um 1607. Fachleute betonen, dass sie „außergewöhnlich gut erhalten“ seien. Acht Schichten Farbe mussten abgetragen werden, um die Darstellungen freizulegen. Pater Gottfried bedauert jedoch, die Malereien aus Kostengründen nur teilweise freilegen zu können.

 

„Ich bitte die Wienerinnen und Wiener um Hilfe, damit wir dieses einzigartige Kulturgut retten können. Ich wäre auch nicht unglücklich, wenn uns auch die Wirtschaft unterstützt“, so Pater Gottfried.

 

Die Spendenkarten sind für Euro 20,-- erhältlich unter
 

 

Franziskaner wirken auch in Russland und Kasachstan

Bereits im Jahr 1245 begann die Geschichte Franziskaner - Russland. 25 Brüder arbeiten derzeit in den beiden Ländern.  

  
P. Giovanni de Piano Carpine OFM reiste 1245 über die Seidenstraße nach Peking und fand in China nestorianische Christen. Daraufhin wurde P. Giovanni von Monte Corvino 1311 der erste Erzbischof von Peking. Seither waren Franziskaner in Russland unterwegs.

Bei der Erschließung Sibiriens und beim Bau der Transsibirischen Eisenbahn luden die Zaren Handwerker aus Westeuropa ein. So kam es schon im 19. Jahrhundert zur Gründung katholischer Gemeinden.

Solange Stalin (1878-1953) regierte, war Seelsorge nur im Untergrund möglich. Dann wurden in einigen Bezirken der Ukraine und Sibiriens Seelsorger zugelassen. So kamen Franziskaner aus Litauen nach Dushambe, Almaty und Novosibirsk zur Seelsorge an den aus dem europäischen Russland deportierten katholischen Gläubigen. Die Katholiken waren meist polnischer, deutscher oder baltischer Abstammung.

Perestrojka brachte Erleichterungen  

Der Beginn der Perestrojka im Jahr 1986 brachte für alle Kirchen Erleichterungen.

    
Gebäude wurde zurückgegeben, Priester durften aus den Arbeitslagern heimkehren, die Gründung neuer Pfarren und Diözesen wurde vom Staat her möglich.

Zunächst wurden 1991 die Apostolischen Administraturen von Moskau und Novosibirsk gegründet. 1999 folgten Irkutsk, Saratov, sowie Almaty und Astana. Sie alle wurden 2002/2003 zu Diözesen gemacht.

Auch die Franziskaner folgten dem Ruf des Hl. Vaters und sandten Brüder nach Russland. Sie kamen nach St. Petersburg, Moskau, Novosibirsk und Almaty. Heute betreuen die Franziskaner Pfarreien in Smolensk, St. Petersburg, Novosibirsk, Berdsk, sowie Almaty und Taldykorgan in Kasachstan. 25 Brüder wirken in Russland und Kasachstan.

Vielfältige Hilfe 

Die Gemeinschaft in St. Petersburg ist auch Wohnort der drei russischen Brüder, die sich auf die Priesterweihe vorbereiten. Neben einer Pfarrei am Stadtrand betreuen die Franziskaner auch ein Projekt, das Betreuung und Übernachtungsmöglichkeit für Kinder bietet, die sonst auf der Straße leben. Die Franziskaner leiten eine katholische Volksschule in Novosibirsk und bemühen sich um Kinder der Stadt, die zum Teil in Kanalschächten überwintern.

Nahe Almaty, wo auch der Bischof Franziskaner ist, leiten die Brüder ein Kinderdorf mit 59 Kindern, von denen 21 körperlich behindert sind. Im Kinderdorf gibt es auch eine Ambulanz, die bedürftigen Familien mit behinderten Kindern Gratisbehandlung anbietet.

    
Am weitesten entfernt sind unsere Brüder in Ussurysk, in der Nähe von Wladiwostok. Koreanische Brüder betreuen dort und in Arsenev die katholische Pfarrei und Gastarbeiter aus ihrer Heimat. Sie warten auf die Öffnung der Grenze zu Nordkorea und wollen dann Seelsorge an Katholiken in dem bisher ganz abgeschlossenen Land übernehmen.

In allen Pfarreien gibt es Caritaseinrichtungen, die sich um Kinder und mittellose Menschen bemühen.

 P. Corrado Trabucchi, der Direktor der Schule in Novosibirsk, erzählt: „Der kleine Aljoscha (Alex), der immer wieder einmal auftauchte, fragte mich kurz nach Weihnachten um 9 Uhr morgens auf der Straße: ‚Funktioniert die Katholische Kirche?’ Mir war zunächst nicht klar, was die Frage sollte, aber natürlich: Er hatte Hunger und fror.“ Die Kirche „funktionierte“: Er bekam zu essen und konnte sich wärmen.

Auch das ist franziskanische Mission.

(P. Ulrich Zankanella OFM, 08-10-17)


 

Salzburg: 425 Jahre sind Grund genug ...

 

... eine Festwoche zu feiern. Das Franziskanerkloster Salzburg begeht das Jubiläum mit einem umfangreichen Angebot.

   
Im Jahr 1583 wurden die Franziskaner unter Erzbischof Jakob von Khuen nach Salzburg gerufen. Die Minderbrüder übernahmen verschiedene Aufgaben in der Seelsorge, besonders an der alten Stadtpfarrkirche, welche heute unter dem Namen Franziskanerkirche bekannt ist.

Große Umwälzungen haben seither Kirche und Gesellschaft verändert. Das Kloster der Franziskaner im Herzen von Salzburg hat alle Zeiten überdauert und besteht bis heute. Die Salzburger

    
Franziskaner laden ein, 425 Jahre Franziskaner in Salzburg mit der Gemeinschaft zu feiern.

In der Festwoche vom 9. bis 16. November 2008 gibt es festliche Gottesdienste, Diskussionsabend, Vorträge und Führungen durch Kirche und Kloster.

“Wir Franziskaner machen die Erfahrung, dass wir in Salzburg durch unser Gebet und unsere Seelsorge, durch höchste kirchenmusikalische Kultur und durch unsere soziale Essensausgabe für viele Menschen da sein können“, erläutert Guardian Pater Alexander Puchberger OFM. „Umgekehrt“, so

   
Pater Alexander weiter, „brauchen wir die Unterstützung der Bevölkerung. Das war für den Bettelorden in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so sein. Darum wollen wir das vom hl. Franziskus geprägte Leben gerne ins 3. Jahrtausend tragen.“

(Wolfgang Zarl, 08-10-23)

Das Festwochenprogramm:

Sonntag, 9.11.:
9 Uhr: Festmesse mit Bischofsvikar Matthäus Appesbacher, Salzburg
Chor und Orchester: W.A. Mozart: Missio Brevis in D KV 194
19 Uhr: Festmesse mit P. Clemens Prieth OFM
20 Uhr: Glockensymphonie: Bernhard Gfrerer stellt die Kirchenglocken vor

Montag, 10.11.:
19 Uhr: Festmesse mit Bischof Johann Weber
20 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema „Nah bei Gott – fern von den Menschen? Die Franziskaner in Salzburg heute“. Diskutanten sind Bischof Johann Weber, Dir. Eva-Maria Vogel, P. Provinzial Rupert Schwarzl OFM; Moderation: Josef Bruckmoser („Salzburger Nachrichten“)

Dienstag, 11.11., Fest des hl. Martin:
19 Uhr: Festmesse mit Guardian P. Alexander Puchberger OFM

Mittwoch, 12.11.:
19 Uhr: Festmesse mit P. Stefan Larcher OFM

Donnerstag, 13.11.:
19 Uhr: Festmesse mit P. Willibald Hopfgartner OFM
20 Uhr: Vortrag von P. Willibald Hopfgartner OFM: „Optische Fährte zur transzendenten Wirklichkeit. Was geschieht, wenn der säkularisierten Wahrnehmung ein Kloster ins Auge fällt?“ – Einladung vor allem an die „Austria Guides“ von Salzburg

Freitag, 14.11.:
19 Uhr: Festmesse mit P. Oliver Ruggenthaler OFM
20 Uhr: Festakt mit Festvortrag von P. Oliver Ruggenthaler OFM: „Als Missionare ins Deutsche Rom – Zu den Anfängen des Franziskanerklosters in Salzburg“

Samstag, 15.11., Fest des hl. Leopold (Provinzpatron):
10, 11, 15, 16 Uhr: Führungen Kirche/Kloster
19 Uhr: Festmesse mit P. Johannes Schneider OFM
20 Uhr: Vortrag P. Johannes Schneider: „Wir sind Spielleute des Herrn. Der hl. Franziskus und die Musik“

Sonntag, 16.11.:
9 Uhr: Festmesse mit Provinzial P. Rupert Schwarzl OFM
Chor und Orchester: W.A. Mozart: „Spatzenmesse“ KV 220
 

Villacher Franziskaner laden Liebende zu „Valentins-Gottesdienst“

Über 200 Liebende – ob Singles oder schon vergeben – erwartet der Konvent in der St. Nikolai-Kirche.

  
Zum Valentinstag (14. Februar, 19:00 Uhr) laden die Villacher Franziskaner bereits zum vierten Mal zu einem Gottesdienst für Liebende. Pater Maximilian Fuetsch OFM freut sich auf „Singles oder schon Vergebene“. Der Wortgottesdienst fände immer „guten Anklang, die Leuten sind begeistert“, berichtet der Franziskanerpriester. „Wir erwarten heuer wieder rund 200 Menschen zum Wortgottesdienst.“

Die Initiative ist von einem Paar ausgegangen, welches ein Zeugnis der Liebe in der St. Nikolai-Kirche abgibt. Pater Maximilian hofft, dass „diese Liturgie eine Einstieghilfe für den Alltag ist“. Sie solle „Anstoß geben, um öfters einander Aufmerksamkeit zu schenken“.

Die Partner werden einander Segen spenden, Singles bekommen Segen von den

    
Priestern. Neben Pater Maximilian nehmen auch die beiden anderen Villacher Franziskaner, Guardian P. Elias van Haaren und P. Thomas Hrastnik, an der Feier teil. Die Teilnehmer erwartet ein kleines Geschenk, anschließend lädt die Pfarre zu einer Agape. Mitveranstalter ist die Gemeinschaft Marriage Encounter. Die Jugendblaskapelle der Stadt Villach sorgt für die musikalische Umrahmung.

Der heilige Valentin

Der hl. Valentin, der im 3. Jahrhundert in der Stadt Terni (ca. 100 km nordöstlich von Rom) wirkte, hat der Legende nach viele glückliche Ehen gestiftet. Er gilt deshalb als Schutzpatron aller Liebenden. Weiters soll Bischof Valentin die frisch vermählten Ehepaare mit Blumen aus seinem Garten beschenkt haben. Der Brauch, am 14. Februar Blumen zu schenken, geht darauf zurück.

 

Bauernregeln zum Hl. Valentin:

 „Kalter Valentin / früher Lenzbeginn.”
„Ist's am Valentin noch weiß, / blüht zu Ostern schon das Reis.”
„Hat's zu St.Valentin gefroren, / ist das Wetter lang verloren.”
„St. Valentin friert`s Rad mitsamt der Mühle ein.”
„Regnet es an Valentin, / ist die halbe Ernte hin.”
„Liegt an Valentin die Katz in der Sonne, / kriecht sie im März hintern Ofen voll Wonne.”

Linktipp:
Orientierungen für die Gestaltung von „Segensfeiern am Valentinstag“ (Richtline der Österreichischen Bischofskonferenz)


Wolfgang Zarl (09-02-13)

Vor 20 Jahren wurde P. Liberat Weiß selig gesprochen

 

P. Liberat zählte zur österreichischen Franziskanerprovinz. Provinzial P. Schwarzl empfahl, besonderen Gottesdienst zu feiern.

   
Liberat Weiß wurde am 4. Jänner 1675 in Konnersreuth (Bayern) geboren. Im Alter von 18 Jahren trat er in den Orden der Franziskaner ein, in Graz wurde er eingekleidet. Er erhielt den Namen „Liberat“. 1698 empfing er in Wien von Kardinal Leopold Kolonitz die Priesterweihe. Als Prediger und Beichtvater wirkte er in Langenlois. Nachdem König Yasu von Äthiopien Papst Clemens XI. um Franziskanermissionare gebeten hatte, ging Pater Liberat 1703 freiwillig zur Missionierung nach Äthiopien. Aufgabe der Mission war, die geplante Vereinigung der äthiopischen Kirche mit der römisch-katholischen Kirche vorzubereiten. Der Reise nach Äthiopien ging die Anerkennung als Missionar durch den Vatikan im April 1704 voraus. Am 1. Januar 1705 brachen neun Missionare unter der Leitung von Pater Joseph von Jerusalem nach Äthiopien auf. Sie erreichten ihr Ziel nicht, weil die Reise wegen massiven Problemen mit König Bade, der die Missionare im Sudan jahrelang festhielt, verzögert wurde. Einige der Mönche, darunter auch Pater Joseph, waren im Sudan gestorben, die Überlebenden wurden ohne Hab und Gut von König Bade nach Ägypten abgeschoben. Liberat Weiß berichtete am 28. Dezember nach Rom, nur er und Pater Michael Pio hätten überlebt.

Zweiter Versuch

Im April 1711 startete Pater Liberat einen zweiten Versuch, nach Äthiopien zu gelangen, diesmal in Begleitung von Pater Michele Fasoli und Pater Samuele Marzorato. Ein Jahr später kamen die Mönche endlich in Äthiopien an, erst in der Hafenstadt Massaua und schließlich in der Hauptstadt Gondar.

Die politischen Verhältnisse hatten sich verändert. Kaiser Yasos war inzwischen durch seinen zweiten Nachfolger Justos abgelöst worden. Die Verhandlungen mit Justos verliefen anfänglich recht erfolgversprechend, da sich die Franziskaner ein zunehmend gutes Ansehen erarbeiteten. Er empfing die Franziskaner mit allen Ehren und erlaubte ihnen, sich niederzulassen. Sie durften zwar nicht öffentlich predigen, „damit das Volk

   
nicht in Aufruhr gerate“, aber durch gutes Beispiel, unentgeltliche ärztliche Dienste und künstlerische Arbeiten gewannen sie zunehmend an Ansehen. Jedoch gab es Gegner, die das Volk in Äthiopien mit Gerüchten über die Missionare aufwiegelten. Kaiser Justos sandte die Franziskaner deshalb in die Provinz Tigre, wo er sie vor dem Einfluss ihrer Gegner sicher glaubte. Daraufhin richtete sich der Zorn des Volkes gegen die Union und gegen den Kaiser, was in einer Revolution und der Absetzung des Kaisers gipfelte.

Die Missionare standen einem weiterhin wachsenden Misstrauen der Äthiopier gegenüber, was schließlich dazu führte, dass sie durch den neuen Kaiser, David III., vor Gericht gestellt wurden.

Zusammen mit seinen Gefährten, Pater Michele Pio Fasoli und Pater Samuele Marzorato, wurde Liberat Weiß zum Tode verurteilt. Nach dem Richterspruch bot ihnen Kaiser David die Begnadigung an: Wenn sie sich beschneiden ließen und an der äthiopischen Eucharistie teilnehmen würden. Die drei Mönche wiesen das Angebot entschlossen ab. Einen Tag später, am 3. März 1716, steinigte eine aufgebrachte Volksmenge die Männer.

1988 seliggesprochen

   
Die österreichischen Franziskaner bemühten sich ab 1926 um ein Seligsprechungsverfahren, 1932 wurde es in der Erzdiözese Wien eingeleitet. 1988 anerkannte die Kirche die drei Missionare als Märtyrer, was mit der Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. in Rom am 20. November 1988 offiziell bestätigt wurde. Als Vizepostulatur des Heiligsprechungsverfahren – das wegen eines fehlenden nachgewiesenen Wunders noch nicht eingeleitet ist - wirkt der Wiener Franziskanerpater Wolfgang Frühwirth.

Provinzial Pater Rupert Schwarzl OFM empfahl: „Es möge ein besonderer Gottesdienst mit den Gläubigen gefeiert werden, um den Seligen besser bekannt zu machen.“

(Wolfgang Zarl, 08-11-17)