Nachrichtenarchiv

Benefizkonzert für die Wöckherl-Orgel

Benefizkonzert für die Wöckherl-Orgel
Wir bringen die älteste Orgel Wiens aus 1642 wieder zum Klingen

Donnerstag, 16. Oktober 2008, 19.30 Uhr, Spendenkarte: € 20,--
Franziskanerkloster Wien, Franziskanerplatz 4, 1010 Wien
Veranstalter: Franziskanerkloster Wien

 

 

 

 

Bestellung von Spendenkarten unter:

  • Tel.: 0680 / 30 66 393
  • E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Klosterpforte: Montag bis Freitag von 14:30 bis 16:30 Uhr (Franziskanerkloster Wien, Franziskanerplatz 4, 1010 Wien)
  • Abendkasse

 Infos: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel. (01) 512 45 78

Musikalische Gestaltung: Prof. Johannes Ebenbauer und Hofrat Friedrich Lessky

Gesponsert von

 


"Priester sind Anwälte des Evangeliums in der Welt"

Heuer wurden drei Franziskaner, die in der Provinz Austria wirken, zu Priestern geweiht: Markus Schlichthärle, Franz Eduard Müller und Dariusz Lebok.

 Der neugeweihte Pater Eduard Müller, der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari und Franziskanerprovinzial Pater Rupert SchwarzDer neugeweihte Pater Eduard Müller, der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari und Franziskanerprovinzial Pater Rupert Schwarz 

Kärntens Bischof Alois Schwarz dankte bei der Priesterweihe von Pater Markus Schlichthärle (33) im Klagenfurter Dom am 22. Juni den Ordensgemeinschaften, "die je eine eigene Spiritualität und eine eigene Ausprägung des Evangeliums leben und so das Bild der Kirche bunt und lebendig machen". Bischof Schwarz zum Stellenwert der Priester: "Priester sind Anwälte des Evangeliums in der Welt." In seinem Untersulmetingen bei Ulm in Oberschwaben feierte er die Primiz Pater Markus zählt nun zum Konvent Pupping und ist in der Jugendpastoral der Franziskaner tätig.

Pater Franz Eduard Müller (38) empfing zum Festtag Peter und Paul vom Diözesanbischof von Graz-Seckau Egon Kapellari das Sakrament. Mit Blick auf die Eröffnung des von Papst Benedikt XVI. am 29. Juni 2008 ausgerufenen „Paulus-Jahres“ sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz: „Eine Priesterweihe am Fest der Apostel Petrus und Paulus ist eine Einladung zu bedenken, dass jeder Bischof und in einem analogen Sinn auch jeder Priester durch Weihe und Sendung in die Spur der Apostel eintritt. Dass er, bildhaft gesprochen, in den Schuhen der Fischer aus Galiläa und eines Zeltmachers und Pharisäerschülers aus Tarsos in Kilikien steht und geht.“ An der Primiz in seiner Heimatgemeinde Güssing nahmen zahlreiche Menschen teil. Pater Franz ist jetzt als Seelsorger in der Franziskanerpfarre Lienz tätig.

Bereits am 10. April wurde Pater Dariusz Lebok (27) in Kattowitz (Polen) von Erzbischof Damian Zimon zum Priester geweiht. Pater Dariusz wirkt jetzt in Maria Lankowitz.

Bisher sind im Jahr 2008 in ganz Österreich 41 Männer zu Priestern geweiht worden. Einige Kandidaten. Zum Vergleich: 2007 empfingen 35 Kandidaten die Weihe.
(Wolfgang Zarl, 15-08-2008)

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Lebende Weihnachtskrippe in Pupping

Lebende Weihnachtskrippe in Pupping

Die Franziskaner von Pupping stellen die Geburt Christi mit realen Menschen und Tieren dar.

Es handelt sich bei der Weihnachtskrippe als solcher um eine Thematik, die in unserem alpenländischen Kulturraum eine reiche Tradition hat. Beim Aufstellen der Krippe wenige Tage vor dem Heiligen Abend werden die verschiedenen „Akteure“ der Heiligen Nacht platziert: die Hirten, die Schafe, Ochs und Esel im Stall, Maria und Josef an der Krippe, nur die Krippe selbst bleibt noch leer. Erst bei der Weihnachtsfeier wird das Kind in die Krippe gelegt. Als Minderbrüder sind wir bei der Weihnachtskrippe natürlich auf den hl. Franziskus verwiesen, der die Demut der Menschwerdung Jesu Christi immerfort im Herzen bedachte. Besonders richtete er bei der Weihnachtsfeier 1223 in Greccio den Blick auf die bedrückende Not des Kindes von Bethlehem, die Not des Menschseins und damit die Not jedes Menschenkindes. In dieser Armut sieht Franziskus das Eigentliche der Menschwerdung Gottes. Sie ist die reale Annahme des Menschseins in seiner Zerbrechlichkeit und Leidensträchtigkeit durch den Sohn Gottes.

Viel Enthusiasmus

Wir im Kloster Pupping möchten auch dieses Geheimnis der Menschwerdung Gottes ein wenig veranschaulichen. Dazu wird in den letzten Tagen des Advents ein Krippenstall in der Kirche errichtet, die Requisiten für das Krippenspiel werden hergestellt und die Akteure proben mit viel Engagement und Enthusiasmus. Die „Heilige Familie“ – Josef, Maria mit ihrem Baby – darf natürlich nicht fehlen. Kurz vor der heiligen Christmette werden unsere Tiere –  Ziegen, Schaf, Esel und Pferd – in den Stall geführt. Am Beginn der Feier steht dann das Krippenspiel, das auf das große Geheimnis dieser heiligen Nacht hinzuführen versucht. Mit Zithernspiel und weihnachtlichem Gesang wird diese „ganzheitliche Feier“ umrahmt. Auf diese Weise schauen, hören und „riechen“ die vielen Familien mit ihren Kindern etwas von der besonderen Atmosphäre dieser heiligen Nacht, in der Himmel und Erde sich berühren.

Gegenwart Christi schauen

Allerdings unterscheiden wir uns doch von Franziskus, der kein Krippenspiel inszenierte, sondern eine leere Krippe vor den Altar stellen ließ. Wahrscheinlich brauchen wir noch mehr äußerliche Hilfen, um diese Wahrheit der Menschwerdung Gottes zu erfassen. Für Franziskus  gibt nämlich die leere Krippe jenem Mysterium Raum, in dem mit Augen des Glaubens die leibliche Gegenwart Christi geschaut wird, in der hl. Hostie auf dem Altar. Das Geheimnis der Inkarnation des Wortes im Kind von Bethlehem findet seine Fortsetzung in der Feier der Eucharistie. Es heißt schließlich in der Biographie des Franziskus, dass durch die Gnade Gottes in den Herzen der Männer und Frauen neu die Erinnerung an Jesus geweckt worden war und sie mit Jubel und Lobpreis nach Hause gingen – so hoffen auch wir, dass bei unserer Christmette in Pupping mit der lebende Krippe viele Menschen von Gottes Liebe im Herzen neu berührt werden.
(P. Volker Stadler OFM, 07-12-20)

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„Lange Nacht der Kirchen“: Die Franziskaner sind voll dabei

 

Die Konvente von Frauenkirchen, Graz, Innsbruck, Reutte, Salzburg, St. Pölten, Villach und Wien beteiligen sich heuer an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai.

Logo Lange nacht der KircheLogo Lange nacht der KircheÜber 600 Kirchen nehmen Österreich weit an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai teil. Erstmals sind alle Diözesen mit dabei, im Vorjahr kamen über 160.000 Menschen. Die Veranstaltung ist ökumenisch und lädt heuer zum vierten Mal zu vielen spannenden, kunstvollen oder mystischen Erfahrungen, die man sonst vielleicht so nicht von der Kirche kennt. Bis teilweise nach Mitternacht zeigen die christlichen Gemeinschaften ihre „Geheimnisse“ und Besonderheiten.

Die Franziskaner sind diesmal ebenfalls wieder präsent – und sie bieten ein buntes und anspruchsvolles Programm. Einen kleinen Auszug finden Sie hier und bei www.langenachtderkirchen.at

Ganz Mutige werden in dieser Nacht in die Gruft des Konvents von Frauenkirchen geführt. Ein Blick in die Vergangenheit bietet die Ausstellung „Klosterleben einst und jetzt“. Der Orden lädt auch zur Eucharistischen Anbetung. Weiters wird es Bibelgespräche geben. Der Kovent von Reutte lädt zu Orgelmusik, meditativen Texten und Stille ein. Die St. Pöltner Brüder organisieren Spiele oder Kirchenführungen für Kinder von 5-15 Jahren. Empfehlenswert ist auch der Lobgesang. Außerdem bieten Priester des Hauses die Möglichkeit zur Beichte.

Tolles Programm bietet die „Lange Nacht der Kirchen“.Tolles Programm bietet die „Lange Nacht der Kirchen“.In Villach stimmt sich die Gemeinschaft mit den Interessierten in der Krypta mit Musik und einer Bildpräsentation ein. Es besteht die Möglichkeit zu Stille und Umkehr. Bei speziellen Führungen bekommen die Besucher Einblick in das Leben und Wirken der Franziskaner heute. Unter anderem: Oratorium (Gebetsraum), Refektorium (Speiseraum), Zelle (exemplarisch).

Unter dem Motto „Hinweg über alle Grenzen und Vorurteile“ findet eine Begegnung mit tschetschenischen Jugendlichen statt. Ziel ist das Kennenlernen und Austausch über Herkunft, Kultur und Reichtum der Verschiedenheiten, so die Franziskaner von Villach.

Nach einem Fackelumzug im Klostergarten gibt es Begegnungsmöglichkeit an der „Mocktailbar“. Das Friedensgebet „Pax et bonum – Pace e bene – Frieden und Heil!“ beschließt den Abend. Der Schwerpunkt in der Villacher St. Nikolai-Pfarre ist das Thema „Franziskus heute“.

In Innsbruck lädt der Konvent speziell Jugendliche zu einer Filmvorführung mit Diskussion. Schwindelfreie können an Kirchendachboden- und Kirchturmbesteigung teilnehmen. Eine Videovorführung zeigt den Besuchern den Einsatz der Missionare.

Die Grazer versprechen anspruchsvolle Orgelmusik und Gesang sowie Texte zum Nachdenken. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Geschichte und Kunst des Klosters gewidmet. Ausgewählte Schätze des Hauses werden präsentiert.

Die Salzburger Franziskaner laden am Beginn zu einer Heiligen Messe. Beschlossen wird der Tag zu Mitternacht mit einem ökumenischen Nachtgebet. Dazwischen sind die meditativen Lieder von Taize ein Hauptschwerpunkt. Folgendes musikalisches Schmankerl lädt ebenfalls besonders zum Kommen: „In Paradisum“ – eine kleine Nachtmusik, nicht von Mozart …

Die Grazer Franziskanerkirche und 600 weitere Kirchen laden zur Die Grazer Franziskanerkirche und 600 weitere Kirchen laden zur In Wien wird das Oscar-Holocaust-Drama „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky vorgeführt. Eine spannende Debatte mit hochkarätigen Diskutanten verspricht das Thema „Kirche der Ausgetretenen“. Wie in den vorigen Jahren soll für Tausende Besucher die Krypta-Führung ein wichtiger Programmpunkt sein. Schmackhaft wird es für die Teilnehmer auf jeden Fall: Das Restaurant „Drei Husaren“ kocht eine Klostersuppe zugunsten der Renovierung der Wöckherl-Orgel, der ältesten Orgel Wiens. Unter der Leitung des renommierten Musikers Johannes Ebenbauer kommen anspruchsvolle Musikliebhaber garantiert nicht zu kurz. (Wolfgang Zarl, 25-05-08)

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Zu Weihnachten: Blick ins Heilige Land

Zu Weihnachten: Blick ins Heilige Land

Die Lage der Christen im Heiligen Land ist nicht rosig. Gerade zwei Prozent bekennen sich noch zum Christentum. Seit 1342 kümmern sich die Franziskaner um die Christen und um die heiligen Stätten im Heiligen Land. Für die Franziskaner-Kustodie arbeitet der deutsche Franziskanerpater Robert Jauch.

Pater Robert, Sie arbeiten für die Kustodie der Franziskaner im Heiligen Land. Was macht die Kustodie genau?

Ja, ich arbeite in Jerusalem, aber zunächst lebe ich mit den Mitbrüder dort. Unser Ordensgründer, der hl. Franziskus von Assisi, suchte die Fußspuren Jesu. Diese fand er in der Bibel und in dem Land, in dem Christus wirkte und schließlich gekreuzigt wurde und auferstanden ist: in Palästina/ Israel. Im Jahr 1342 beauftragte Papst Clemens VI. die Franziskaner, sich um die Pilgerstätten im Heiligen Land zu kümmern. Die Päpste haben diesen Wunsch und ihre Unterstützung dafür immer wieder bestätigt, zuletzt Benedikt XVI. Die Franziskaner pflegen also seit 700 Jahren eine wichtige und treue Präsenz im Heiligen Land. Sie kümmern sich dort um die Christen und um die heiligen Stätten der Christenheit. In diesem Dienst starb 1860 in Damaskus auch ein aus dem Zillertal stammender Franziskaner der Tiroler Ordensprovinz, der Selige P. Engelbert Kolland.

Wie sieht die Arbeit der Kustodie konkret aus?

Die Franziskaner betreiben neben der Sorge für die heiligen Stätten Pfarrseelsorge in Jerusalem, in Betlehem und in Nazareth und sind in Caritas und Wissenschaft engagiert. Der päpstliche Auftrag ist bei den Brüdern tief im Gedächtnis verwurzelt. Er gibt uns Kraft und motiviert uns bis heute. Die Kustodie lebt natürlich von der weltweiten Solidarität der Franziskanerbrüder durch die Kommissariate des Heiligen Landes, in fast allen Ordensprovinzen, z. B. in Wien, existieren. Nur so können wir etwa Alten- und Pflegeheime, wissenschaftliche Institute, Behinderten-Einrichtungen oder Schulen unterhalten. Ich bin überzeugt davon, dass der Beitrag der Kirche zur religiösen Kultur in Palästina und Israel erheblich ist. Daher verdient er Anerkennung, um die sich der Vatikan in Verhandlungen mit dem Staat Israel seit Jahren bemüht.

Die Christen bilden eine Minderheit in Palästina. Kommen sie durch den arabisch-israelischen Konflikt unter die Räder?

Nur knapp zwei Prozent der Menschen im Heiligen Land sind Christen. In den letzten Jahren hat es immer mehr Auswanderungen von Christen gegeben. Das ist aus Sicht der Betroffenen verständlich wegen der erschwerten Lebensumstände, bedingt durch die Auseinandersetzung der Palästinenser mit Israel, das noch immer der Stärkere ist. Es herrscht zudem für Christen ein doppelter Druck: hier die Bevormundung durch Israel, dort der Druck der Islamisten. Die Christen werden ja oft auch für einen Terrorismus bestraft, den sie selbst nicht mittragen.

Die wichtigsten christlichen Stätten werden von den verschiedenen Konfessionen gemeinsam betreut. Wie funktioniert das?

Die Franziskaner sind „die Lateiner“ im Sprachgebrauch unter den christlichen Konfessionen. Wir teilen uns im wesentlichen z. B. die Geburts- und Grabeskirche mit anderen Konfessionen, etwa den Griechen und den Armeniern . Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist das geregelt im sogenannten „Status quo“. Verständlicherweise wollen alle Christen mit ihren Gemeinschaften im Zentrum der christlichen Geschichte vertreten sein. Im Alltag funktioniert das Neben- und Miteinander zwischen den religiösen Gruppen recht gut. Hier ist Vielfalt auch als Bereicherung zu empfinden. Nirgendwo ist das so eindrucksvoll erlebbar wie in Jerusalem.

Danke für das Gespräch.

Das ganze Gespräch finden Sie in der nächsten Ausgabe der Franziskanerzeitschrift „antonius“. (Wolfgang Zarl, 07-12-20)

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