Nachrichtenarchiv

„Lange Nacht der Kirchen“: Die Franziskaner sind voll dabei

 

Die Konvente von Frauenkirchen, Graz, Innsbruck, Reutte, Salzburg, St. Pölten, Villach und Wien beteiligen sich heuer an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai.

Logo Lange nacht der KircheLogo Lange nacht der KircheÜber 600 Kirchen nehmen Österreich weit an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai teil. Erstmals sind alle Diözesen mit dabei, im Vorjahr kamen über 160.000 Menschen. Die Veranstaltung ist ökumenisch und lädt heuer zum vierten Mal zu vielen spannenden, kunstvollen oder mystischen Erfahrungen, die man sonst vielleicht so nicht von der Kirche kennt. Bis teilweise nach Mitternacht zeigen die christlichen Gemeinschaften ihre „Geheimnisse“ und Besonderheiten.

Die Franziskaner sind diesmal ebenfalls wieder präsent – und sie bieten ein buntes und anspruchsvolles Programm. Einen kleinen Auszug finden Sie hier und bei www.langenachtderkirchen.at

Ganz Mutige werden in dieser Nacht in die Gruft des Konvents von Frauenkirchen geführt. Ein Blick in die Vergangenheit bietet die Ausstellung „Klosterleben einst und jetzt“. Der Orden lädt auch zur Eucharistischen Anbetung. Weiters wird es Bibelgespräche geben. Der Kovent von Reutte lädt zu Orgelmusik, meditativen Texten und Stille ein. Die St. Pöltner Brüder organisieren Spiele oder Kirchenführungen für Kinder von 5-15 Jahren. Empfehlenswert ist auch der Lobgesang. Außerdem bieten Priester des Hauses die Möglichkeit zur Beichte.

Tolles Programm bietet die „Lange Nacht der Kirchen“.Tolles Programm bietet die „Lange Nacht der Kirchen“.In Villach stimmt sich die Gemeinschaft mit den Interessierten in der Krypta mit Musik und einer Bildpräsentation ein. Es besteht die Möglichkeit zu Stille und Umkehr. Bei speziellen Führungen bekommen die Besucher Einblick in das Leben und Wirken der Franziskaner heute. Unter anderem: Oratorium (Gebetsraum), Refektorium (Speiseraum), Zelle (exemplarisch).

Unter dem Motto „Hinweg über alle Grenzen und Vorurteile“ findet eine Begegnung mit tschetschenischen Jugendlichen statt. Ziel ist das Kennenlernen und Austausch über Herkunft, Kultur und Reichtum der Verschiedenheiten, so die Franziskaner von Villach.

Nach einem Fackelumzug im Klostergarten gibt es Begegnungsmöglichkeit an der „Mocktailbar“. Das Friedensgebet „Pax et bonum – Pace e bene – Frieden und Heil!“ beschließt den Abend. Der Schwerpunkt in der Villacher St. Nikolai-Pfarre ist das Thema „Franziskus heute“.

In Innsbruck lädt der Konvent speziell Jugendliche zu einer Filmvorführung mit Diskussion. Schwindelfreie können an Kirchendachboden- und Kirchturmbesteigung teilnehmen. Eine Videovorführung zeigt den Besuchern den Einsatz der Missionare.

Die Grazer versprechen anspruchsvolle Orgelmusik und Gesang sowie Texte zum Nachdenken. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Geschichte und Kunst des Klosters gewidmet. Ausgewählte Schätze des Hauses werden präsentiert.

Die Salzburger Franziskaner laden am Beginn zu einer Heiligen Messe. Beschlossen wird der Tag zu Mitternacht mit einem ökumenischen Nachtgebet. Dazwischen sind die meditativen Lieder von Taize ein Hauptschwerpunkt. Folgendes musikalisches Schmankerl lädt ebenfalls besonders zum Kommen: „In Paradisum“ – eine kleine Nachtmusik, nicht von Mozart …

Die Grazer Franziskanerkirche und 600 weitere Kirchen laden zur Die Grazer Franziskanerkirche und 600 weitere Kirchen laden zur In Wien wird das Oscar-Holocaust-Drama „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky vorgeführt. Eine spannende Debatte mit hochkarätigen Diskutanten verspricht das Thema „Kirche der Ausgetretenen“. Wie in den vorigen Jahren soll für Tausende Besucher die Krypta-Führung ein wichtiger Programmpunkt sein. Schmackhaft wird es für die Teilnehmer auf jeden Fall: Das Restaurant „Drei Husaren“ kocht eine Klostersuppe zugunsten der Renovierung der Wöckherl-Orgel, der ältesten Orgel Wiens. Unter der Leitung des renommierten Musikers Johannes Ebenbauer kommen anspruchsvolle Musikliebhaber garantiert nicht zu kurz. (Wolfgang Zarl, 25-05-08)

{backbutton}

Lebende Weihnachtskrippe in Pupping

Lebende Weihnachtskrippe in Pupping

Die Franziskaner von Pupping stellen die Geburt Christi mit realen Menschen und Tieren dar.

Es handelt sich bei der Weihnachtskrippe als solcher um eine Thematik, die in unserem alpenländischen Kulturraum eine reiche Tradition hat. Beim Aufstellen der Krippe wenige Tage vor dem Heiligen Abend werden die verschiedenen „Akteure“ der Heiligen Nacht platziert: die Hirten, die Schafe, Ochs und Esel im Stall, Maria und Josef an der Krippe, nur die Krippe selbst bleibt noch leer. Erst bei der Weihnachtsfeier wird das Kind in die Krippe gelegt. Als Minderbrüder sind wir bei der Weihnachtskrippe natürlich auf den hl. Franziskus verwiesen, der die Demut der Menschwerdung Jesu Christi immerfort im Herzen bedachte. Besonders richtete er bei der Weihnachtsfeier 1223 in Greccio den Blick auf die bedrückende Not des Kindes von Bethlehem, die Not des Menschseins und damit die Not jedes Menschenkindes. In dieser Armut sieht Franziskus das Eigentliche der Menschwerdung Gottes. Sie ist die reale Annahme des Menschseins in seiner Zerbrechlichkeit und Leidensträchtigkeit durch den Sohn Gottes.

Viel Enthusiasmus

Wir im Kloster Pupping möchten auch dieses Geheimnis der Menschwerdung Gottes ein wenig veranschaulichen. Dazu wird in den letzten Tagen des Advents ein Krippenstall in der Kirche errichtet, die Requisiten für das Krippenspiel werden hergestellt und die Akteure proben mit viel Engagement und Enthusiasmus. Die „Heilige Familie“ – Josef, Maria mit ihrem Baby – darf natürlich nicht fehlen. Kurz vor der heiligen Christmette werden unsere Tiere –  Ziegen, Schaf, Esel und Pferd – in den Stall geführt. Am Beginn der Feier steht dann das Krippenspiel, das auf das große Geheimnis dieser heiligen Nacht hinzuführen versucht. Mit Zithernspiel und weihnachtlichem Gesang wird diese „ganzheitliche Feier“ umrahmt. Auf diese Weise schauen, hören und „riechen“ die vielen Familien mit ihren Kindern etwas von der besonderen Atmosphäre dieser heiligen Nacht, in der Himmel und Erde sich berühren.

Gegenwart Christi schauen

Allerdings unterscheiden wir uns doch von Franziskus, der kein Krippenspiel inszenierte, sondern eine leere Krippe vor den Altar stellen ließ. Wahrscheinlich brauchen wir noch mehr äußerliche Hilfen, um diese Wahrheit der Menschwerdung Gottes zu erfassen. Für Franziskus  gibt nämlich die leere Krippe jenem Mysterium Raum, in dem mit Augen des Glaubens die leibliche Gegenwart Christi geschaut wird, in der hl. Hostie auf dem Altar. Das Geheimnis der Inkarnation des Wortes im Kind von Bethlehem findet seine Fortsetzung in der Feier der Eucharistie. Es heißt schließlich in der Biographie des Franziskus, dass durch die Gnade Gottes in den Herzen der Männer und Frauen neu die Erinnerung an Jesus geweckt worden war und sie mit Jubel und Lobpreis nach Hause gingen – so hoffen auch wir, dass bei unserer Christmette in Pupping mit der lebende Krippe viele Menschen von Gottes Liebe im Herzen neu berührt werden.
(P. Volker Stadler OFM, 07-12-20)

{backbutton}

Salzburger Franziskaner gedachten der Nazi-Opfer

Salzburger Franziskaner gedachten der Nazi-Opfer

Das Kloster in der Mozartstadt beschlagnahmte die Gestapo. Im Keller wurden Menschen gefoltert und ermordet.

Im März 2008 gedachte unser Land des 70. Jahrestages des deutschen Einmarsches und damit des Endes des selbständigen Österreich 1938. Am 13. März 2008 feierten die Ordensgemeinschaften in Salzburg Stadt und Land zu diesem Anlass einen Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes in der Salzburger Franziskanerkirche.

Viele bekannte und unbekannte Ordensleute und Priester wurden in der wohl größten Kirchenverfolgung in unserem Land eingekerkert, verschleppt und ermordet. Unzählige wurden in den folgenden Jahren in den Tod gerissen oder vertrieben. Unser Franziskanerkloster in Salzburg war eines der ersten Häuser, das den Nationalsozialisten zum Opfer fiel. Das Gebäude des Klosters war in der Zeit von 1938 bis 1945 das Hauptquartier der Gestapo (Geheime Staatspolizei) – im Keller wurden jahrelang Häftlinge verhört, gefoltert und exekutiert!

In den Ordensgemeinschaften sah das NS-Regime nicht nur ein Feindbild, sondern einen Hort äußerster staatspolitischer Gefährdung. Deshalb wurde in einer Geheimsitzung des SD (Sicherheitsdienstes) der Salzburger „Klostersturm“ angekündigt, mit dem denkwürdigen Ausspruch: „Die Orden sind der militante Arm der katholischen Kirche. Deren Einfluss muss daher vernichtet werden.“

So lief Enteignung ab

Am 13. Oktober 1938 verlangte die Gestapo die vollständige Räumung des dritten Stockwerks bis 18 Uhr. Um dem Befehl nachkommen zu können, wurden einfach nicht weiter brauchbare Kleinmöbel u.ä. in den Klostergarten geworfen. Die Gestapo nahm tags darauf diesen sog. "Salzburger Fenstersturz" zum Anlass, die beteiligten 16 Franziskaner unter Einsatz der SS zu verhaften. Die übrigen nicht in Haft befindlichen Ordensangehörigen fanden zunächst in der benachbarten Erzabtei St. Peter Zuflucht. Am 1. April 1939 zog die Gestapo nach Abriss der Gartenmauer in das Kloster ein.

Nach der Befreiung 1945 durften die Franziskaner wieder in ihr Kloster, allerdings räumlich eingeschränkt.

Gerade die Tätigkeit der Orden in den wesentlichen Bereichen der menschlichen Gesellschaft (Ausbildung und Erziehung der Jugend durch Schulen und Internate, Kranken- und Altenpflege, „Volksmission“ etc.) war „verderblich“, widersprach der Ideologie des Nationalsozialismus und musste daher „raschest ausgeschalten“ werden. Denn Salzburg sollte der „Mustergau“ werden.

Die Gedenkfeier

Der Heiligen Messe am 13. März stand Salzburgs ehemaliger Guardian, P. Thomas Hrastnik OFM vor. Für den Gottesdienst und das Gedenken danach wurden in den Kirchenbänken 24 Poster für die verfolgten Männer- und Frauen-Orden mit Hinweis auf die Zeit und Art der Verfolgung angebracht. Ebenso vier prägnante Tafeln im Kapellenkranz der Kirche, auf denen KZ- und Kriegsopfer des Klerus, der Ordenskampf gegen die Euthanasie und die unbekannten Opfer dargestellt wurden.

Die Erinnerung an und die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus ist keine rein historische Beschäftigung. Sie hat uns alle wachsam zu machen, wenn heute Menschen degradiert werden. Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer schreibt in seinem neuen Jägerstätter-Buch: „Selbst in reichen Gesellschaften kann morgen jeder von uns überflüssig werden. Wohin mit ihm?“
(P. Thomas Hrastnik OFM, Salzburg, 08-04-24)

{backbutton}

Zu Weihnachten: Blick ins Heilige Land

Zu Weihnachten: Blick ins Heilige Land

Die Lage der Christen im Heiligen Land ist nicht rosig. Gerade zwei Prozent bekennen sich noch zum Christentum. Seit 1342 kümmern sich die Franziskaner um die Christen und um die heiligen Stätten im Heiligen Land. Für die Franziskaner-Kustodie arbeitet der deutsche Franziskanerpater Robert Jauch.

Pater Robert, Sie arbeiten für die Kustodie der Franziskaner im Heiligen Land. Was macht die Kustodie genau?

Ja, ich arbeite in Jerusalem, aber zunächst lebe ich mit den Mitbrüder dort. Unser Ordensgründer, der hl. Franziskus von Assisi, suchte die Fußspuren Jesu. Diese fand er in der Bibel und in dem Land, in dem Christus wirkte und schließlich gekreuzigt wurde und auferstanden ist: in Palästina/ Israel. Im Jahr 1342 beauftragte Papst Clemens VI. die Franziskaner, sich um die Pilgerstätten im Heiligen Land zu kümmern. Die Päpste haben diesen Wunsch und ihre Unterstützung dafür immer wieder bestätigt, zuletzt Benedikt XVI. Die Franziskaner pflegen also seit 700 Jahren eine wichtige und treue Präsenz im Heiligen Land. Sie kümmern sich dort um die Christen und um die heiligen Stätten der Christenheit. In diesem Dienst starb 1860 in Damaskus auch ein aus dem Zillertal stammender Franziskaner der Tiroler Ordensprovinz, der Selige P. Engelbert Kolland.

Wie sieht die Arbeit der Kustodie konkret aus?

Die Franziskaner betreiben neben der Sorge für die heiligen Stätten Pfarrseelsorge in Jerusalem, in Betlehem und in Nazareth und sind in Caritas und Wissenschaft engagiert. Der päpstliche Auftrag ist bei den Brüdern tief im Gedächtnis verwurzelt. Er gibt uns Kraft und motiviert uns bis heute. Die Kustodie lebt natürlich von der weltweiten Solidarität der Franziskanerbrüder durch die Kommissariate des Heiligen Landes, in fast allen Ordensprovinzen, z. B. in Wien, existieren. Nur so können wir etwa Alten- und Pflegeheime, wissenschaftliche Institute, Behinderten-Einrichtungen oder Schulen unterhalten. Ich bin überzeugt davon, dass der Beitrag der Kirche zur religiösen Kultur in Palästina und Israel erheblich ist. Daher verdient er Anerkennung, um die sich der Vatikan in Verhandlungen mit dem Staat Israel seit Jahren bemüht.

Die Christen bilden eine Minderheit in Palästina. Kommen sie durch den arabisch-israelischen Konflikt unter die Räder?

Nur knapp zwei Prozent der Menschen im Heiligen Land sind Christen. In den letzten Jahren hat es immer mehr Auswanderungen von Christen gegeben. Das ist aus Sicht der Betroffenen verständlich wegen der erschwerten Lebensumstände, bedingt durch die Auseinandersetzung der Palästinenser mit Israel, das noch immer der Stärkere ist. Es herrscht zudem für Christen ein doppelter Druck: hier die Bevormundung durch Israel, dort der Druck der Islamisten. Die Christen werden ja oft auch für einen Terrorismus bestraft, den sie selbst nicht mittragen.

Die wichtigsten christlichen Stätten werden von den verschiedenen Konfessionen gemeinsam betreut. Wie funktioniert das?

Die Franziskaner sind „die Lateiner“ im Sprachgebrauch unter den christlichen Konfessionen. Wir teilen uns im wesentlichen z. B. die Geburts- und Grabeskirche mit anderen Konfessionen, etwa den Griechen und den Armeniern . Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist das geregelt im sogenannten „Status quo“. Verständlicherweise wollen alle Christen mit ihren Gemeinschaften im Zentrum der christlichen Geschichte vertreten sein. Im Alltag funktioniert das Neben- und Miteinander zwischen den religiösen Gruppen recht gut. Hier ist Vielfalt auch als Bereicherung zu empfinden. Nirgendwo ist das so eindrucksvoll erlebbar wie in Jerusalem.

Danke für das Gespräch.

Das ganze Gespräch finden Sie in der nächsten Ausgabe der Franziskanerzeitschrift „antonius“. (Wolfgang Zarl, 07-12-20)

{backbutton}

Orgeleinweihung in Jerusalem durch Weihbischof Lackner

Orgeleinweihung in Jerusalem durch Weihbischof Lackner

Fr. Stanislaus Bertagnolli OFM vom Generalkommissariat für das Heilige Land in Wien hat unermüdlich für dieses Projekt in der Sankt Salvator Kirche gearbeitet.

Die feierliche Einweihung der neuen Orgel in der römisch-katholischen Pfarrkirche Sankt Salvator in Jerusalem wurde am Abend des 18. April 2008 ein Fest der gelebten Verbundenheit zwischen Österreich und den Brüdern und Schwestern der Kirche im Heiligen Land.

Damit aus heiligen Stätten keine „toten Steine“ werden

Die Nachfolger der Urgemeinde von Jerusalem waren seit den Anfängen in den nachösterlichen Tagen bis heute immer auf die Hilfe der weltweiten Katholischen Kirche angewiesen. Seit einigen Jahren verschärft sich die Problematik der Kirche im Heiligen Land dadurch, dass die arabischen Christen in Israel und Palästina ihrer schwierigen Lebens- und Arbeitssituation entfliehen und vermehrt ihr Glück in Europa oder Amerika suchen. Die Gefahr bestehe, so betonte auch Papst Benedikt XVI. mehrfach, dass die heiligen Stätten der Christenheit in Israel/Palästina zu „toten Steinen“ verkommen, wenn keine christlichen Gemeinden an ihnen mehr existieren sollten.

Orgelprojekt ein mutiger Schritt

In dieser Situation war es mutig und ein in die Zukunft weisendes Zeichen, dass die Kustodie des Heiligen Landes der Franziskaner eine neue Orgel in der Pfarrkirche Jerusalems, die zugleich Hauptkirche der Franziskaner für den gesamten Nahen Osten ist, in Auftrag gab. Die alte Orgel stammte aus dem Jahre 1880 und war mehrfach, auch durch eigene orgelbaukundige Mitbrüder, restauriert worden.

Nicht zuletzt für die Bedürfnisse der inzwischen zehn Jahre alten Musikschule „Magnificat“ der Franziskaner in Jerusalem war eine neue Orgel erforderlich. Immerhin unterrichtet nicht zuletzt der Initiator und Gründer der Schule, P. Armando Pierucci OFM, selbst an der Orgel und hat bereits Meisterschüler. Und so hatte P. Kustos Pierbattista Pizzaballa OFM vor gut drei Jahren einen erneuten Hilferuf an das Generalkommissariat des Heiligen Landes in Wien und dessen Leiter Fr. Stanislaus Bertagnolli OFM gerichtet. 25 Jahre war es her, dass das Generalkommissariat in Wien und österreichische Wohltäter die grundlegende Sanierung und Erweiterung der Orgel in der Heilig-Grab-Kirche finanziert hatten. Damals war Franz Kardinal König zur Einweihung ins Zentrum der Christenheit gekommen. Das Unternehmen Rieger von Vorarlberg wurde nach der Orgel der Grabeskirche und der in der Katharinenkirche in Betlehem auch für Sankt Salvator als Restaurator ausgewählt.

Schwierige Vorbereitungen

Nach schwierigen Vorbereitungen (die gesamte Orgel musste mühsam nach Haifa verschifft und von dort in die Altstadt Jerusalems angeliefert werden) konnte das Instrument im ersten Quartal 2008 aufgestellt und intoniert werden.

Die feierliche Einweihung durch Weihbischof Franz Lackner OFM aus der Diözese Graz-Seckau geschah in Anwesenheit einer Pilgergruppe der deutschen Franziskanerprovinzen unter Leitung des deutschen Kommissars P. Werner Mertens OfM und vor allem vor über 100 österreichischen Pilgern, die Fr. Stanislaus selbst anführte. Mit ihnen war auch P. Gottfried Wegleitner OFM, Vikar der Ordensprovinz Austria, gekommen.

Der italienische Orgelsolist Pierluigi Comparin spielte zur Einweihung die neue Orgel und brachte vor vollbesetzter Kirche eindrucksvoll zu Gehör, was „in ihr steckt“. Auf der Blockflöte begleitete ihn der Flötist Stefano Casaccia. Mit dabei war auch der „Magnificat“-Chor der Kustodie des Heiligen Landes unter der Leitung von Hania Soudah Sabbara.

Viel Applaus für P. Stanislaus

P. Kustos dankte zu Beginn der liturgischen Feier den vor allem den aus Österreich kommenden Wohltätern und der Firma Rieger für das wunderbare Instrument, das ohne Zweifel das gegenwärtig beste in Jerusalem ist. Weihbischof Franz Lackner wurde bei seinen liturgischen Handlungen rund um das Weihegebet für die neue Orgel von zwei Diakonen assistiert; einer von ihnen war Fr. Stanislaus Bertganolli OFM selbst, der für seine unermüdliche Hilfestellung mit seinen großzügign Spendern langanhaltenden Beifall der gesamten Festgemeinde erhielt.
(P. Robert Jauch OFM, Jerusalem, 08-04-24)

{backbutton}

Klöster - hier klicken

Franziskaner werden

KlostertageKlostertage

Generalkapitel 2015

Pilgerreisen

generalkomm

Franz Hilf

franz hilf logo

Mit einem Klick zum Antonius-ABO