Nachrichtenarchiv

P. Rupert Gappmaier verstorben

Pater Rupert Gappmaier verstorben 

Der Franziskaner starb am 17. Februar im Altenheim
"Maria Rast" in Maria Schmolln. 

   
P. Rupert wurde am 23. September 1928 als 6. Kind der Bauersleute Johann und Elisabeth Gappmaier in Tamsweg geboren und am 25. September auf den Namen Rupert getauft.  Im Kreis seiner acht Geschwister und zwei Halbschwestern wuchs er am elterlichen Hof Mörtenbauer im Ortsteil Wölting in Tamsweg auf. Im Anschluss an die Pflichtschule in Tamsweg absolvierte er von 1942 – 1945 die 3-jährige Landwirtschaftsschule und bearbeitet in den Folgejahren zusammen mit seinem ältesten Bruder unter großen Entbehrungen und mit viel Fleiß den elterlichen Bergbauernhof. Als Jugendlicher erlernte Ruap, wie er von allen liebevoll genannt wurde, das Spiel der Zugposaune und war jahrelang leidenschaftlicher Musikant bei der Bürgermusik Tamsweg.

An einer Nierenentzündung schwer erkrankt, machte er das Gelübde, Priester zu werden, sollte er wieder gesund werden. Um sich nun mit über 30 Jahren auf das Studium vorzubereiten, besuchte  er von 1959 bis 1963 die Aufbaumittelschule Stams und trat am 1. September 1963 in Telfs in den Franziskanerorden ein und machte anschließend das Noviziat im Kloster Rietberg in der Saxonia. Das Theologiestudium absolvierte er in Schwaz und legte am 23. September 1967 in Schwaz die Feierliche Profess in die Hände von ARP. Florian Schachl ab. Nach seiner Priesterweihe am 29. Juni 1968 durch Erzbischof Andreas Rohracher in Salzburg feierte P. Rupert am 14. Juli in der Heimatpfarre Tamsweg seine Primiz.

Missionar in Bolivien

Da P. Rupert nun deutlich die Berufung zum Missionar für Bolivien verspürte, ging er von 1968-1969 zum Erlernen der Sprache nach Spanien. Bereits im August 1969 wurde er als apostolischer Missionär nach Bolivien ausgesandt und wirkte segensreich als Pfarrer in S. Miguel de Velasco. Die Arbeit in der Mission bedeutete für P. Rupert aufgrund seiner zahlreichen Fähigkeiten, nicht nur als Priester für die Menschen da zu sein, sondern ihnen alles für das Leben Notwendige zu vermitteln und zu geben. Krankheit zwang ihn 1975 zur Rückkehr in die Heimat, wo er nach mehreren Krankenhausaufenthalten langsam die Gesundheit wieder erlangte und in den Klöstern Salzburg und Lienz einige Monate aushalf.

Viele Jahre in Enns

Beinahe 30 Jahre wirkte P. Rupert ununterbrochen in Enns als Kaplan in der Pfarre, als geschätzter Krankenhausseelsorger und gesuchter Aushilfspater. Aufgrund seiner Leutseligkeit gelang es P. Rupert vor allem als Krankenhausseelsorger, den Menschen in ihren Nöten und Leiden nahe zu sein und Trost und Hoffnung auszustrahlen. Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit war er ein passionierter Gärtner, Hobbyflorist und Krippenbauer. Für sein engagiertes Arbeiten und Wirken verlieh ihm die Diözese Linz 1990 die Auszeichnung „Geistlicher Rat“.

Die vergangenen Monate lebte er liebevoll gepflegt im Altenheim Maria Rast in Maria Schmolln, wo er in den Abendstunden des 17. Februar 2009 während des Abendessens friedlich im Herrn entschlafen ist.

Der Verstorbene ist aufgebahrt am Freitag 20. Februar 2009 in der Kloster- und Pfarrkirche Enns – St. Marien, wo wir um 19 Uhr bei der Abendmesse für ihn beten, und am Samstag 21. Februar 2009, ab 9.00 Uhr in der Pfarrkirche Enns – St. Laurenz. Die Begräbnisfeier beginnt am Samstag, 21. Februar 2009, um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche Enns – St. Laurenz. Anschließend erfolgt die Beisetzung im Grab der Franziskaner auf dem Friedhof von Enns.

 

@ Foto: Diözese Linz

 

Sonderbriefmarken zum 800-Jahr-Jubiläum

Ein Gönner, der anonym bleiben möchte, stiftete den Wiener Franziskanern die Marken. Verkaufserlös für die Wöckherl-Orgel.

  
Heuer feiert der Franziskanerorden sein 800-Jahr-Jubiläum. Im Jahr 1209 genehmigte Papst Innozenz III. die Regel des Franz von Assisi. Aus diesem Anlass stiftete ein Wiener, der anonym bleiben will, dem Wiener Franziskanerorden Sonderbriefmarken mit drei verschiedenen Motiven. Pater Guardian Gottfried Wegleitner: „Die Person hat das aus eigener Initiative getan. Wir freuen uns, wenn die Freunde der Franziskaner so positiv vorpreschen.“

Zwei Marken werden von den Wiener Franziskaner um 12 Euro verkauft. „Damit haben

   
wir einen weiteren wichtigen Baustein für die Sanierung unserer Wöckherl-Orgel“, hofft Pater Gottfried. Denn Wiens älteste Orgel aus 1642 soll wieder bespielbar gemacht werden. Nach Jahrzehnten in desolatem Zustand, ist es das Ziel des Konvents im Zentrum der Musikstadt Wien, das Instrument jungen Künstlern zur Verfügung zu stellen.

 
Set mit 2 Briefmarken zu Euro 12 - (Spende) - zu bestellen unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter Tel. 01 / 512 45 78 – 40.

 

(Wolfgang Zarl, 09-02-23)

Provinzial P. Rupert Schwarzl zum 800-Jahr-Jubiläum: Orden mit Vergangenheit und Zukunft

   
Die Franziskaner begehen 2009 das 800-Jahr-Jubiläum ihrer Ordensregel. Orden und Regel gehen zurück auf Franz von Assisi. Der wollte an sich gar keinen Orden gründen. Im Testament betont er, dass ihm der Herr selbst Brüder gegeben hat. Seit 800 Jahren folgen Minderbrüder - wie Franziskus - den Fußspuren ihres Herrn und Meisters Jesus Christus. In einer Vision gegen Ende seines Lebens bekommt Franziskus von einem Engel die Zusage, dass sein Orden bis zum Ende der Welt bestehen werde. So eine Vision stimmt zuversichtlich.

Jubiläen mit runden Zahlen nimmt man gerne zum Anlass, mit Stolz und Freude auf ein langes Bestehen hinzuweisen. Doch kann man dabei nicht stehen bleiben.
· Jubiläen sind nicht nur Feier von Vergangenem.
· Jubiläen sind Gelegenheit zum Danken, aber auch zum B

   
itten
· Jubiläen sind wie Aussichtstürme für eine neue Standortbestim-mung.

Der Franziskanerorden hat zur Zeit etwa 15 000 Mitglieder. Er steht weltweit vor neuen Herausforderungen:
· im Einsatz gegen Armut und Ausbeutung von Menschen auf allen Kontinenten
· im Eintreten für die Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung und der Natur
· im Bemühen um Gerechtigkeit und Frieden und um den Dialog zwi-schen Völkern und Religionen
· bei der Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi in einer heute vielfach gottlosen Welt

Franz von Assisi wusste die Gemeinschaft seiner Minderbrüder zu seiner Zeit in der sicheren Obhut Gottes. Das lässt daran glauben, dass sein Orden auch heute noch Zukunft hat.

Pater Rupert Schwarzl

Franziskaner laden Jugendliche zu Pilgerreisen

Eine Wallfahrt führt im Juli nach Assisi, eine andere im August nach Santiago de Compostela

   

Die Franziskaner laden alle Jugendlichen und jung Gebliebenen zu Pilgerreisen nach Assisi und nach Santiago de Compostela. Im Juli 2009 führen Br. Georg Tauderer OFM und Br. Irenäus Toczydlowski OFM bei der Marcia-Fußwallfahrt durch Umbrien nach Assisi.

Br. Markus Schlichthärle OFM lädt zu einer Pilgerfahrt nach Santiago. Per Bus geht´s nach Spanien. Ziel ist ein internationales franziskanisches Jugendtreffen. Die Reisen stehen heuer unter einem besonderen Vorzeichen: 2009 feiert der Franziskanerorden sein 800-Jahr-Jubiläum. Infos zur Anmeldung und die Details sind unter dem Menüpunkt Termine zu

   

finden.

Wolfgang Zarl

 

Franziskaner laden zu Benefizkonzert für Osteuropa

Das franziskanische Hilfswerk „Franz Hilf“ unterstützt mit dem Konzert die ärmsten Menschen in Mittel- und Osteuropa.

   
Zu einer klösterliche Fastensuppe kamen kürzlich Sponsoren und Freunde des franziskanischen Hilfswerks für Mittel- und Europa (FMO) ins Refektorium des Wiener Franziskanerklosters. Diese ermöglichen ein Benefizkonzert am 24. März 2009 (19:30 Uhr) in der Wiener Franziskanerkirche. Der Erlös dient dem Aufbau einer Ambulanz für Kinder mit Behinderungen in Talgar (Kasachstan), die von Franziskanern getragen wird. Ausführende des Konzerts sind die Wiener Philharmoniker und Freunde. Die künstlerische Koordination übernimmt Mechthild Bartolomey.

Der Wiener Franziskanerpater Ulrich Zankanella hofft trotz und wegen der Wirtschaftskrise auf einen Erfolg des Konzerts: „In Mittel- und Osteuropa spüren viele Menschen eine ungeheure soziale Kälte. Kinder mit Behinderungen trifft es zusätzlich.“

Das Projekt in Talgar

Pater Guido Trezzani OFM hat in Talgar (Kasachstan) das Kinderdorf „Arche“ gegründet. 59 Kinder sind in kleinen Häusern untergebracht, die einst ein

  
kommunistisches Jugendlager waren. 21 dieser 59 Kinder haben Behinderungen. Zur ihrer Behandlung wurde eine Ambulanz eingerichtet. Weil die Behandlung von Behinderungen hier noch wenig Fortschritte gemacht hat, lädt P. Guido Ärzte aus Italien zur Schulung des Personals ein.

Im Umkreis der Stadt Talgar gibt es weitere 150 behinderte Kinder, die Hilfe brauchen. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. Viele Eltern können für die Behandlung der Kinder nicht bezahlen. Sie sollen in der Ambulanz unentgeltlich Beratung und Hilfe für die Kinder finden. Für die laufenden Kosten der Ambulanz für insgesamt etwa 170 behinderte Kinder und des Kinderdorfs bittet Pater Guido um Unterstützung. „Wir möchten 50.000 Euro beitragen - diesem Zweck dient das Benefizkonzert“, erklärt Pater Ulrich.

„Franz hilf“

   
Das von Pater Zankanella geleitete Hilfswerk "Franz hilf!" arbeitet mit 176 Klöstern in Osteuropa zusammen und betreibt 70 verschiedene Projekte in 14 Ländern. Für sein Engagement wurde Pater Ulrich 2007 mit dem Alois-Mock-Menschenrechtspreis ausgezeichnet.

(Karten im Büro der Franziskaner, Elisabethstraße 26/23, 1010 Wien, Tel. 01/585 49 06 bzw. via E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ; Informationen: www.franzhilf.org).

Wolfgang Zarl