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Villacher Franziskaner laden Liebende zu „Valentins-Gottesdienst“

Über 200 Liebende – ob Singles oder schon vergeben – erwartet der Konvent in der St. Nikolai-Kirche.

  
Zum Valentinstag (14. Februar, 19:00 Uhr) laden die Villacher Franziskaner bereits zum vierten Mal zu einem Gottesdienst für Liebende. Pater Maximilian Fuetsch OFM freut sich auf „Singles oder schon Vergebene“. Der Wortgottesdienst fände immer „guten Anklang, die Leuten sind begeistert“, berichtet der Franziskanerpriester. „Wir erwarten heuer wieder rund 200 Menschen zum Wortgottesdienst.“

Die Initiative ist von einem Paar ausgegangen, welches ein Zeugnis der Liebe in der St. Nikolai-Kirche abgibt. Pater Maximilian hofft, dass „diese Liturgie eine Einstieghilfe für den Alltag ist“. Sie solle „Anstoß geben, um öfters einander Aufmerksamkeit zu schenken“.

Die Partner werden einander Segen spenden, Singles bekommen Segen von den

    
Priestern. Neben Pater Maximilian nehmen auch die beiden anderen Villacher Franziskaner, Guardian P. Elias van Haaren und P. Thomas Hrastnik, an der Feier teil. Die Teilnehmer erwartet ein kleines Geschenk, anschließend lädt die Pfarre zu einer Agape. Mitveranstalter ist die Gemeinschaft Marriage Encounter. Die Jugendblaskapelle der Stadt Villach sorgt für die musikalische Umrahmung.

Der heilige Valentin

Der hl. Valentin, der im 3. Jahrhundert in der Stadt Terni (ca. 100 km nordöstlich von Rom) wirkte, hat der Legende nach viele glückliche Ehen gestiftet. Er gilt deshalb als Schutzpatron aller Liebenden. Weiters soll Bischof Valentin die frisch vermählten Ehepaare mit Blumen aus seinem Garten beschenkt haben. Der Brauch, am 14. Februar Blumen zu schenken, geht darauf zurück.

 

Bauernregeln zum Hl. Valentin:

 „Kalter Valentin / früher Lenzbeginn.”
„Ist's am Valentin noch weiß, / blüht zu Ostern schon das Reis.”
„Hat's zu St.Valentin gefroren, / ist das Wetter lang verloren.”
„St. Valentin friert`s Rad mitsamt der Mühle ein.”
„Regnet es an Valentin, / ist die halbe Ernte hin.”
„Liegt an Valentin die Katz in der Sonne, / kriecht sie im März hintern Ofen voll Wonne.”

Linktipp:
Orientierungen für die Gestaltung von „Segensfeiern am Valentinstag“ (Richtline der Österreichischen Bischofskonferenz)


Wolfgang Zarl (09-02-13)

Salzburg: 425 Jahre sind Grund genug ...

 

... eine Festwoche zu feiern. Das Franziskanerkloster Salzburg begeht das Jubiläum mit einem umfangreichen Angebot.

   
Im Jahr 1583 wurden die Franziskaner unter Erzbischof Jakob von Khuen nach Salzburg gerufen. Die Minderbrüder übernahmen verschiedene Aufgaben in der Seelsorge, besonders an der alten Stadtpfarrkirche, welche heute unter dem Namen Franziskanerkirche bekannt ist.

Große Umwälzungen haben seither Kirche und Gesellschaft verändert. Das Kloster der Franziskaner im Herzen von Salzburg hat alle Zeiten überdauert und besteht bis heute. Die Salzburger

    
Franziskaner laden ein, 425 Jahre Franziskaner in Salzburg mit der Gemeinschaft zu feiern.

In der Festwoche vom 9. bis 16. November 2008 gibt es festliche Gottesdienste, Diskussionsabend, Vorträge und Führungen durch Kirche und Kloster.

“Wir Franziskaner machen die Erfahrung, dass wir in Salzburg durch unser Gebet und unsere Seelsorge, durch höchste kirchenmusikalische Kultur und durch unsere soziale Essensausgabe für viele Menschen da sein können“, erläutert Guardian Pater Alexander Puchberger OFM. „Umgekehrt“, so

   
Pater Alexander weiter, „brauchen wir die Unterstützung der Bevölkerung. Das war für den Bettelorden in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so sein. Darum wollen wir das vom hl. Franziskus geprägte Leben gerne ins 3. Jahrtausend tragen.“

(Wolfgang Zarl, 08-10-23)

Das Festwochenprogramm:

Sonntag, 9.11.:
9 Uhr: Festmesse mit Bischofsvikar Matthäus Appesbacher, Salzburg
Chor und Orchester: W.A. Mozart: Missio Brevis in D KV 194
19 Uhr: Festmesse mit P. Clemens Prieth OFM
20 Uhr: Glockensymphonie: Bernhard Gfrerer stellt die Kirchenglocken vor

Montag, 10.11.:
19 Uhr: Festmesse mit Bischof Johann Weber
20 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema „Nah bei Gott – fern von den Menschen? Die Franziskaner in Salzburg heute“. Diskutanten sind Bischof Johann Weber, Dir. Eva-Maria Vogel, P. Provinzial Rupert Schwarzl OFM; Moderation: Josef Bruckmoser („Salzburger Nachrichten“)

Dienstag, 11.11., Fest des hl. Martin:
19 Uhr: Festmesse mit Guardian P. Alexander Puchberger OFM

Mittwoch, 12.11.:
19 Uhr: Festmesse mit P. Stefan Larcher OFM

Donnerstag, 13.11.:
19 Uhr: Festmesse mit P. Willibald Hopfgartner OFM
20 Uhr: Vortrag von P. Willibald Hopfgartner OFM: „Optische Fährte zur transzendenten Wirklichkeit. Was geschieht, wenn der säkularisierten Wahrnehmung ein Kloster ins Auge fällt?“ – Einladung vor allem an die „Austria Guides“ von Salzburg

Freitag, 14.11.:
19 Uhr: Festmesse mit P. Oliver Ruggenthaler OFM
20 Uhr: Festakt mit Festvortrag von P. Oliver Ruggenthaler OFM: „Als Missionare ins Deutsche Rom – Zu den Anfängen des Franziskanerklosters in Salzburg“

Samstag, 15.11., Fest des hl. Leopold (Provinzpatron):
10, 11, 15, 16 Uhr: Führungen Kirche/Kloster
19 Uhr: Festmesse mit P. Johannes Schneider OFM
20 Uhr: Vortrag P. Johannes Schneider: „Wir sind Spielleute des Herrn. Der hl. Franziskus und die Musik“

Sonntag, 16.11.:
9 Uhr: Festmesse mit Provinzial P. Rupert Schwarzl OFM
Chor und Orchester: W.A. Mozart: „Spatzenmesse“ KV 220
 

Franziskaner und Stift Wilten laden zu Advent-SMS

Die traditionelle und kostenlose Aktion steht heuer im Zeichen des „Paulus-Jahres“, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat.

 

   
Die Aktion „Advent-SMS 08" sendet ab 1. Dezember wieder täglich einen Gedanken aus der Bibel kostenlos auf das Handy. Heuer wird die Aktion zum achten Mal durchgeführt. Träger sind das Tiroler Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten und die Österreichische Franziskanerprovinz. Unterstützt wird die Aktion wieder von Skistar Doppel-Olympiasieger Benni Raich. 

„Paulus-Jahr“
Im Juni rief Papst Benedikt XVI. das „Paulus-Jahr“ aus. „Der Völkerapostel steht auch im Mittelpunkt der Aktion“, erzählen die Verantwortlichen, Pater Rupert Schwarzl, Provinzial der Franziskanerprovinz Austria, und Abt Raimund Schreier vom Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten. Die beiden Ordensoberen betonen: „Paulus hat die Botschaft von einem guten Gott in die Welt getragen. Mit ‚Advent-SMS 08’ versuchen wir, die Botschaft vom gütigen und barmherzigen Gott den Menschen zu verkünden.“


Positive Rückmeldungen
Auf die Aktion „Advent-SMS" gab es stets positive Rückmeldungen, berichten Abt

   
Schreier und Provinzial Schwarzl. Daher habe man sich wieder zur Durchführung der Aktion entschlossen. Im Vorjahr abonnierten 3000 Handy-Nutzer den Dienst. „Advent-SMS 08" sei eine Hilfe in der Einstimmung auf die wesentliche religiöse Botschaft des Weihnachtsfestes, so die Verantwortlichen.

Wie funktioniert es?
Wer ein tägliches Advent-SMS vom 1. bis 25. Dezember 2008 erhalten möchte, kann sich über das Internet ab 25. November hier anmelden. Die Angabe der Mobiltelefonnummer genügt. Nach der Anmeldung erhält der Handy-Besitzer ein Kontroll-SMS, das er retournieren muss, um den Bezug des Dienstes zu bestätigen. Die Zusendung erfolgt kostenlos.


(Wolfgang Zarl, 08-11-24)

 

 

Vor 20 Jahren wurde P. Liberat Weiß selig gesprochen

 

P. Liberat zählte zur österreichischen Franziskanerprovinz. Provinzial P. Schwarzl empfahl, besonderen Gottesdienst zu feiern.

   
Liberat Weiß wurde am 4. Jänner 1675 in Konnersreuth (Bayern) geboren. Im Alter von 18 Jahren trat er in den Orden der Franziskaner ein, in Graz wurde er eingekleidet. Er erhielt den Namen „Liberat“. 1698 empfing er in Wien von Kardinal Leopold Kolonitz die Priesterweihe. Als Prediger und Beichtvater wirkte er in Langenlois. Nachdem König Yasu von Äthiopien Papst Clemens XI. um Franziskanermissionare gebeten hatte, ging Pater Liberat 1703 freiwillig zur Missionierung nach Äthiopien. Aufgabe der Mission war, die geplante Vereinigung der äthiopischen Kirche mit der römisch-katholischen Kirche vorzubereiten. Der Reise nach Äthiopien ging die Anerkennung als Missionar durch den Vatikan im April 1704 voraus. Am 1. Januar 1705 brachen neun Missionare unter der Leitung von Pater Joseph von Jerusalem nach Äthiopien auf. Sie erreichten ihr Ziel nicht, weil die Reise wegen massiven Problemen mit König Bade, der die Missionare im Sudan jahrelang festhielt, verzögert wurde. Einige der Mönche, darunter auch Pater Joseph, waren im Sudan gestorben, die Überlebenden wurden ohne Hab und Gut von König Bade nach Ägypten abgeschoben. Liberat Weiß berichtete am 28. Dezember nach Rom, nur er und Pater Michael Pio hätten überlebt.

Zweiter Versuch

Im April 1711 startete Pater Liberat einen zweiten Versuch, nach Äthiopien zu gelangen, diesmal in Begleitung von Pater Michele Fasoli und Pater Samuele Marzorato. Ein Jahr später kamen die Mönche endlich in Äthiopien an, erst in der Hafenstadt Massaua und schließlich in der Hauptstadt Gondar.

Die politischen Verhältnisse hatten sich verändert. Kaiser Yasos war inzwischen durch seinen zweiten Nachfolger Justos abgelöst worden. Die Verhandlungen mit Justos verliefen anfänglich recht erfolgversprechend, da sich die Franziskaner ein zunehmend gutes Ansehen erarbeiteten. Er empfing die Franziskaner mit allen Ehren und erlaubte ihnen, sich niederzulassen. Sie durften zwar nicht öffentlich predigen, „damit das Volk

   
nicht in Aufruhr gerate“, aber durch gutes Beispiel, unentgeltliche ärztliche Dienste und künstlerische Arbeiten gewannen sie zunehmend an Ansehen. Jedoch gab es Gegner, die das Volk in Äthiopien mit Gerüchten über die Missionare aufwiegelten. Kaiser Justos sandte die Franziskaner deshalb in die Provinz Tigre, wo er sie vor dem Einfluss ihrer Gegner sicher glaubte. Daraufhin richtete sich der Zorn des Volkes gegen die Union und gegen den Kaiser, was in einer Revolution und der Absetzung des Kaisers gipfelte.

Die Missionare standen einem weiterhin wachsenden Misstrauen der Äthiopier gegenüber, was schließlich dazu führte, dass sie durch den neuen Kaiser, David III., vor Gericht gestellt wurden.

Zusammen mit seinen Gefährten, Pater Michele Pio Fasoli und Pater Samuele Marzorato, wurde Liberat Weiß zum Tode verurteilt. Nach dem Richterspruch bot ihnen Kaiser David die Begnadigung an: Wenn sie sich beschneiden ließen und an der äthiopischen Eucharistie teilnehmen würden. Die drei Mönche wiesen das Angebot entschlossen ab. Einen Tag später, am 3. März 1716, steinigte eine aufgebrachte Volksmenge die Männer.

1988 seliggesprochen

   
Die österreichischen Franziskaner bemühten sich ab 1926 um ein Seligsprechungsverfahren, 1932 wurde es in der Erzdiözese Wien eingeleitet. 1988 anerkannte die Kirche die drei Missionare als Märtyrer, was mit der Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. in Rom am 20. November 1988 offiziell bestätigt wurde. Als Vizepostulatur des Heiligsprechungsverfahren – das wegen eines fehlenden nachgewiesenen Wunders noch nicht eingeleitet ist - wirkt der Wiener Franziskanerpater Wolfgang Frühwirth.

Provinzial Pater Rupert Schwarzl OFM empfahl: „Es möge ein besonderer Gottesdienst mit den Gläubigen gefeiert werden, um den Seligen besser bekannt zu machen.“

(Wolfgang Zarl, 08-11-17)

 

"Nimm als Diakon Maß an Christus"

Bruder Helmut Glieder in Graz zum Diakon geweiht. Familie, Freunde und Mitbrüder feierten mit

 

Weihbischof Franz Lackner weihte am 8. Dezember 2008 Bruder Helmut Glieder zum Diakon. Die Feier fand in der Grazer Franziskanerkirche statt. In seiner Predigt appellierte Weihbischof Franz an den neuen Diakon: „Nimm als Diakon Maß an

 
Christus, der Mitleid mit den leidenden Menschen hatte. Bleibe immer, auch nach deiner Priesterweihe Diakon, der den Menschen, besonders den Not Leidenden dient.“

Studium in Graz 

Bruder Helmut (geb. 1964) stammt aus Graz-Mariatrost. Der gelernte Schlosser trat bereits im Jahr 1984 in den Franziskanerorden ein. Mehrere Jahre war er als Mesner in den Klöstern in Maria Enzersdorf und in Wien tätig. Ehe er sich entsch loss, Theologie zu studieren und Priester zu werden. Zur Zeit schließt Bruder Helmut sein Theologiestudium

   

an der Katholisch Theologischen Fakultät der Universität Graz ab. In den Orden eingetreten war Bruder Helmut Glieder zusammen mit Weihbischof Franz Lackner. Ihr gemeinsames Noviziatsjahr absolvierten beide in Reutte in Tirol – unter dem damaligen Novizenmeister und jetztigen Provinzial, Pater Rupert Schwarzl. Pater Franz Lackner ist seit mittlerweile sechs Jahren Weihbischof der Diözese Graz-Seckau. Eine Besonderheit: Bruder Helmut wurde somit von seinem Co-Novizen zum Diakon geweiht.

(P. Gottfried Wegleitner, 10-12-10)