Nachrichtenarchiv

Franziskaner auf dem Weg zum Generalkapitel

Generalminister Carballo ordnete an, für ein gutes Gelingen des Generalkapitels sowie für die Wahl des Generalministers und des Definitoriums zu beten

  
Generalminister José Rodriguez Carballo der Franziskaner-Minderbrüder hat alle Gemeinschaften im 800. Jahr der Gründung des Ordens darum gebeten, „eine Reflexion über das Thema der Mission, der Evangelisierung und des Dialogs mit der Welt zu beginnen“.

In seinem Schreiben an alle Minderbrüder lädt Fr. José Rodríguez Carballo OFM dazu ein, dies nicht nur als Vorbereitung auf das kommende Generalkapitel zu tun, „sondern auch, weil von den Antworten, die wir auf all das geben werden, vieles unserer Zukunft und auch unserer Gegenwart abhängt“. Das Generalkapitel findet vom 24. Mai bis 20. Juni 2009 in Assisi statt. 

„Die Mission, von der wir sprechen, stellt ganz konkrete Anforderungen“, so Fr. Carballo OFM. Es gehe darum, Jünger zu sein, „denn nur wer Ihm begegnet ist, kann ihn den anderen verkünden“.

Franziskaner müssten „dazu bereit sein, aus unserer stets begrenzten Welt herauszutreten. Die Menschheit, die auf unsere missionarische Präsenz wartet und ihre Bedürfnisse sind größer als unsere Welt“, betonte der Ordensmann.

Mit der Welt in Dialog treten 

Es gelte, mit der Welt in einen Dialog zu treten, „vor allem in den Missionsgebieten, wo der Säkularismus und der Relativismus herrschen“. Diese Aufgabe erfordere „eine gute intellektuelle Vorbereitung und eine angemessene Kenntnis unseres kulturellen Erbes“, betonte der Generalminister.

„Hinausgehen, aufbrechen: Dazu ist es erforderlich, sich „entäußern“ zu können, eine Haltung des Minderseins anzunehmen, in der Bereitschaft zu einer echten Begegnung mit dem anderen, was es erforderlich macht zu geben, aber auch annehmen zu können“, so Fr. Carballo.

„Unserer missionarische Gesinnung darf sich nur eine einzige Begrenzung gestatten: die Grenzen der Welt, denn es darf keine Barrieren geben, die sie behindern.“

Außerdem ordnete der Generalminister an, „dass vom Beginn der Fastenzeit 2009 an im ganzen Orden täglich für ein gutes Gelingen des Generalkapitels sowie für die Wahl des Generalministers und des Definitoriums gebetet werden möge“.

(Zenit.org – 09-02-05)

 

Abschied der Franziskaner aus Baumgartenberg

Der Orden schließt nach 119 Jahren seine Niederlassung im oberösterreichischen Baumgartenberg.

Bgm. Kastner, P. Gerhard, P. Provinzial, P. Alois (v.li.) bei der Verabschiedung.Bgm. Kastner, P. Gerhard, P. Provinzial, P. Alois (v.li.) bei der Verabschiedung.

Die Franziskaner schlossen mit Sommer 2008 ihre Niederlassung in Baumgartenberg. Am 3. August 2008 wurden Pater Alois Kitzbichler und Pater Gerhard Schmid von Baumgartenberg in einer stimmungsvollen Feier verabschiedet. Auch Provinzial Pater Rupert Schwarzl nahm an der Feier teil. Seit 1889 leiteten die Franziskaner die Pfarre. Pater Alois übersiedelt Anfang August zu seinen Mitbrüdern nach Frauenkirchen im Burgenland. Pater Gerhard Schmid, der zwölf Jahre in Baumgartenberg war, geht nach St. Pölten. Pater Alois wirkte seit 1991 in Baumgartenberg. Er übernahm mit diesem Dienst große Herausforderungen: Kirche, Orgel und Pfarrhof waren stark renovierungsbedürftig. Gemeinsam mit der Pfarre konnten diese Renovierungen erfolgreich bis 1999 durchgeführt werden.

Viele Initiativen gesetzt

Neben den baulichen Veränderungen war es Pater Alois ein noch größeres Anliegen, liturgische Veränderungen und Neuerungen in der Pfarre zu schaffen. „Ganz wesentlich war die Verlegung des Altarraumes hin zum Volk sowie die Versetzung des Taufbeckens in das ehemalige Presbyterium“, erzählt der Pfarrgemeinderatsobmann von Baumgartenberg, Albert Kern. Unter Leitung von Pater Alois wurden neue Feierformen eingeführt (Bußandachten, Laudes, Vesper), Wortgottesdienstleiter ausgebildet und das Kirchweihfest oder der Pfarrcafe ins Leben gerufen.

Im Dezember 1999 verlieh Bischof Maximilian Aichern Pater Alois den Titel „Geistlicher Rat“. Die Sonderschau zur Landesaustellung 2002 „Zisterzienser im Machland“ sowie die Bibelausstellung im Jahr 2003 rückten die Pfarre immer wieder ins Rampenlicht einer breiten Öffentlichkeit. „Im Jahr 2005, als Pater Alois Aufgaben in anderen Gemeinden übernahm, war dies ein erstes Wachrütteln und Bewusstmachen, dass eines Tages Zeiten kommen werden, wo wir nicht mehr für uns allein einen Priester haben werden“, sagt Pfarrgemeinderat Kern. Dieser Zeitpunkt ist nun durch die Auflösung der Franziskaner-Niederlassung gekommen. Die seelsorgliche und liturgische Betreuung übernimmt ein Priester der Diözese Linz, Bernhard Pauer. „Da er zugleich eine weitere Pfarre betreut, wird noch mehr an Selbständigkeit und Eigenverantwortung von den Pfarrangehörigen erforderlich sein“, ist sich Kern bewusst.

Würdigung bei Abschiedsfeier

„Für seine neue Aufgabe in Frauenkirchen im Burgenland wünsche ich Pater Alois alles Gute. Diese Veränderung möge in ihm jenen Wunsch nach brüderlicher Gemeinschaft erfüllen, die ihm vor allem in den letzten Jahren in Baumgartenberg fehlte“, so der Pfarrgemeinderatsobmann.

Provinzial Pater Rupert berichtet von einer stimmungsvollen Abschiedsfeier beim Gottesdienst am 3. August mit zahlreichen Gläubigen. Pater Alois habe seinen Abschied selbst gut vorbereitet, berichtet Pater Rupert. Es sei ihm wichtig gewesen, der Pfarrgemeinde verständlich zu machen, dass die Heimat eines Franziskaners nicht ein Ort oder eine Pfarre sei, sondern die Gemeinschaft der Mitbrüder. Der Provinzial zeigt sich voll des Lobes: „Die Provinz dankt Pater Alois für sein treues franziskanisches Zeugnis in der Pfarre Baumgartenberg, für seine bescheidene und einfache Art, für seinen seelsorglichen Eifer und für seine Kommunikationsfähigkeit mit den pfarrverantwortlichen Laien vor Ort.“ (Redaktion, 08-08-2008)

 

"Priester sind Anwälte des Evangeliums in der Welt"

Heuer wurden drei Franziskaner, die in der Provinz Austria wirken, zu Priestern geweiht: Markus Schlichthärle, Franz Eduard Müller und Dariusz Lebok.

 Der neugeweihte Pater Eduard Müller, der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari und Franziskanerprovinzial Pater Rupert SchwarzDer neugeweihte Pater Eduard Müller, der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari und Franziskanerprovinzial Pater Rupert Schwarz 

Kärntens Bischof Alois Schwarz dankte bei der Priesterweihe von Pater Markus Schlichthärle (33) im Klagenfurter Dom am 22. Juni den Ordensgemeinschaften, "die je eine eigene Spiritualität und eine eigene Ausprägung des Evangeliums leben und so das Bild der Kirche bunt und lebendig machen". Bischof Schwarz zum Stellenwert der Priester: "Priester sind Anwälte des Evangeliums in der Welt." In seinem Untersulmetingen bei Ulm in Oberschwaben feierte er die Primiz Pater Markus zählt nun zum Konvent Pupping und ist in der Jugendpastoral der Franziskaner tätig.

Pater Franz Eduard Müller (38) empfing zum Festtag Peter und Paul vom Diözesanbischof von Graz-Seckau Egon Kapellari das Sakrament. Mit Blick auf die Eröffnung des von Papst Benedikt XVI. am 29. Juni 2008 ausgerufenen „Paulus-Jahres“ sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz: „Eine Priesterweihe am Fest der Apostel Petrus und Paulus ist eine Einladung zu bedenken, dass jeder Bischof und in einem analogen Sinn auch jeder Priester durch Weihe und Sendung in die Spur der Apostel eintritt. Dass er, bildhaft gesprochen, in den Schuhen der Fischer aus Galiläa und eines Zeltmachers und Pharisäerschülers aus Tarsos in Kilikien steht und geht.“ An der Primiz in seiner Heimatgemeinde Güssing nahmen zahlreiche Menschen teil. Pater Franz ist jetzt als Seelsorger in der Franziskanerpfarre Lienz tätig.

Bereits am 10. April wurde Pater Dariusz Lebok (27) in Kattowitz (Polen) von Erzbischof Damian Zimon zum Priester geweiht. Pater Dariusz wirkt jetzt in Maria Lankowitz.

Bisher sind im Jahr 2008 in ganz Österreich 41 Männer zu Priestern geweiht worden. Einige Kandidaten. Zum Vergleich: 2007 empfingen 35 Kandidaten die Weihe.
(Wolfgang Zarl, 15-08-2008)

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Benefizkonzert für die Wöckherl-Orgel

Benefizkonzert für die Wöckherl-Orgel
Wir bringen die älteste Orgel Wiens aus 1642 wieder zum Klingen

Donnerstag, 16. Oktober 2008, 19.30 Uhr, Spendenkarte: € 20,--
Franziskanerkloster Wien, Franziskanerplatz 4, 1010 Wien
Veranstalter: Franziskanerkloster Wien

 

 

 

 

Bestellung von Spendenkarten unter:

  • Tel.: 0680 / 30 66 393
  • E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Klosterpforte: Montag bis Freitag von 14:30 bis 16:30 Uhr (Franziskanerkloster Wien, Franziskanerplatz 4, 1010 Wien)
  • Abendkasse

 Infos: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel. (01) 512 45 78

Musikalische Gestaltung: Prof. Johannes Ebenbauer und Hofrat Friedrich Lessky

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„Lange Nacht der Kirchen“: Die Franziskaner sind voll dabei

 

Die Konvente von Frauenkirchen, Graz, Innsbruck, Reutte, Salzburg, St. Pölten, Villach und Wien beteiligen sich heuer an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai.

Logo Lange nacht der KircheLogo Lange nacht der KircheÜber 600 Kirchen nehmen Österreich weit an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai teil. Erstmals sind alle Diözesen mit dabei, im Vorjahr kamen über 160.000 Menschen. Die Veranstaltung ist ökumenisch und lädt heuer zum vierten Mal zu vielen spannenden, kunstvollen oder mystischen Erfahrungen, die man sonst vielleicht so nicht von der Kirche kennt. Bis teilweise nach Mitternacht zeigen die christlichen Gemeinschaften ihre „Geheimnisse“ und Besonderheiten.

Die Franziskaner sind diesmal ebenfalls wieder präsent – und sie bieten ein buntes und anspruchsvolles Programm. Einen kleinen Auszug finden Sie hier und bei www.langenachtderkirchen.at

Ganz Mutige werden in dieser Nacht in die Gruft des Konvents von Frauenkirchen geführt. Ein Blick in die Vergangenheit bietet die Ausstellung „Klosterleben einst und jetzt“. Der Orden lädt auch zur Eucharistischen Anbetung. Weiters wird es Bibelgespräche geben. Der Kovent von Reutte lädt zu Orgelmusik, meditativen Texten und Stille ein. Die St. Pöltner Brüder organisieren Spiele oder Kirchenführungen für Kinder von 5-15 Jahren. Empfehlenswert ist auch der Lobgesang. Außerdem bieten Priester des Hauses die Möglichkeit zur Beichte.

Tolles Programm bietet die „Lange Nacht der Kirchen“.Tolles Programm bietet die „Lange Nacht der Kirchen“.In Villach stimmt sich die Gemeinschaft mit den Interessierten in der Krypta mit Musik und einer Bildpräsentation ein. Es besteht die Möglichkeit zu Stille und Umkehr. Bei speziellen Führungen bekommen die Besucher Einblick in das Leben und Wirken der Franziskaner heute. Unter anderem: Oratorium (Gebetsraum), Refektorium (Speiseraum), Zelle (exemplarisch).

Unter dem Motto „Hinweg über alle Grenzen und Vorurteile“ findet eine Begegnung mit tschetschenischen Jugendlichen statt. Ziel ist das Kennenlernen und Austausch über Herkunft, Kultur und Reichtum der Verschiedenheiten, so die Franziskaner von Villach.

Nach einem Fackelumzug im Klostergarten gibt es Begegnungsmöglichkeit an der „Mocktailbar“. Das Friedensgebet „Pax et bonum – Pace e bene – Frieden und Heil!“ beschließt den Abend. Der Schwerpunkt in der Villacher St. Nikolai-Pfarre ist das Thema „Franziskus heute“.

In Innsbruck lädt der Konvent speziell Jugendliche zu einer Filmvorführung mit Diskussion. Schwindelfreie können an Kirchendachboden- und Kirchturmbesteigung teilnehmen. Eine Videovorführung zeigt den Besuchern den Einsatz der Missionare.

Die Grazer versprechen anspruchsvolle Orgelmusik und Gesang sowie Texte zum Nachdenken. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Geschichte und Kunst des Klosters gewidmet. Ausgewählte Schätze des Hauses werden präsentiert.

Die Salzburger Franziskaner laden am Beginn zu einer Heiligen Messe. Beschlossen wird der Tag zu Mitternacht mit einem ökumenischen Nachtgebet. Dazwischen sind die meditativen Lieder von Taize ein Hauptschwerpunkt. Folgendes musikalisches Schmankerl lädt ebenfalls besonders zum Kommen: „In Paradisum“ – eine kleine Nachtmusik, nicht von Mozart …

Die Grazer Franziskanerkirche und 600 weitere Kirchen laden zur Die Grazer Franziskanerkirche und 600 weitere Kirchen laden zur In Wien wird das Oscar-Holocaust-Drama „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky vorgeführt. Eine spannende Debatte mit hochkarätigen Diskutanten verspricht das Thema „Kirche der Ausgetretenen“. Wie in den vorigen Jahren soll für Tausende Besucher die Krypta-Führung ein wichtiger Programmpunkt sein. Schmackhaft wird es für die Teilnehmer auf jeden Fall: Das Restaurant „Drei Husaren“ kocht eine Klostersuppe zugunsten der Renovierung der Wöckherl-Orgel, der ältesten Orgel Wiens. Unter der Leitung des renommierten Musikers Johannes Ebenbauer kommen anspruchsvolle Musikliebhaber garantiert nicht zu kurz. (Wolfgang Zarl, 25-05-08)

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