Zwei Priesterweihen bei Franziskanern

P. Markus Schlichthärle und P. Franz E. Müller empfangen im Juni die Priesterweihe. Die beiden Neupriester gehören zur „Franziskanerprovinz Austria vom hl. Leopold“.

P. Markus Schlichthärle OFM wird am 22. Juni zum Priester geweiht.Am Sonntag, den 22. Juni, 15.00 Uhr, empfängt P. Markus Schlichthärle OFM durch Diözesanbischof Alois Schwarz im Klagenfurter Dom die Priesterweihe. Primiz ist am Sonntag, 6. Juli, 10.00 Uhr, in Untersulmetingen in Baden Württemberg in Deutschland. Die Primizpredigt hält der Fundamentaltheologe Prof. Alfons Knoll.

P. Markus, geb. 1974, stammt aus Untersulmetingen bei Ulm in Oberschwaben. Nach Berufskolleg und kaufmännischer Ausbildung arbeitete er in einem Kreditinstitut. Als Spätberufener holte er das Abitur nach und trat im Jahr 2000 in den Franziskanerorden ein. Theologie studierte P. Markus in Graz, die Ewige Profess legte er 2006 ab, zum Diakon geweiht wurde P. Markus von Bischof Leonardo Ulrich Steiner OFM im Juni 2007. Zur Zeit wirkt P. Markus als Diakon in der Pfarre St. Nikolai in Villach. P. Markus: „Ich freue mich schon sehr auf meine Weihe und vor allem darauf, dass ich danach meinen Brüdern und Schwestern als Priester dienen kann.“ Als Neupriester wird P. Markus in der Jugendarbeit der Franziskaner tätig sein.

P. Franz E. Müller

P. Franz E. Müller OFM: Priesterweihe am 29. Juni.Am Sonntag, den 29. Juni, 15.00 Uhr, wird P. Franz E. Müller OFM von Diözesanbischof Egon Kapellari im Grazer Dom zum Priester geweiht. Seine Primiz in der Franziskanerpfarre Güssing feiert P. Franz E. – wie
P. Markus – am Sonntag, 6. Juli, 9.00 Uhr. Primizprediger ist P. Bernhard Holter OFM.

P. Franz E. wurde 1969 in Güssing im Burgenland geboren. Nach Pflichtschule und Matura begann er das Jusstudium, das er 1999 erfolgreich abschloss. P. Franz trat 2001 in den Franziskanerorden ein. Er studierte Theologie in Graz. Im Jahr 2007 legte er die Ewige Profess ab und wurde zum Diakon geweiht. Zur Zeit gehört P. Franz zum Konvent in Frauenkirchen. Als Priester werde er, so P. Franz, „versuchen, die Menschen immer mehr zum Gebet zu führen. Ich möchte die mir geschenkte Erfahrung weitergeben, dass regelmäßiges Gebet das Leben verändern kann.“ P. Franz wird als Neupriester als Kaplan in der Franziskanerpfarre in Lienz eingesetzt. (bgw, 25-05-08)


„Lange Nacht der Kirchen“: Die Franziskaner sind voll dabei

Die Konvente von Frauenkirchen, Graz, Innsbruck, Reutte, Salzburg, St. Pölten, Villach und Wien beteiligen sich heuer an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai.

Logo Lange nacht der KircheÜber 600 Kirchen nehmen Österreich weit an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 30. Mai teil. Erstmals sind alle Diözesen mit dabei, im Vorjahr kamen über 160.000 Menschen. Die Veranstaltung ist ökumenisch und lädt heuer zum vierten Mal zu vielen spannenden, kunstvollen oder mystischen Erfahrungen, die man sonst vielleicht so nicht von der Kirche kennt. Bis teilweise nach Mitternacht zeigen die christlichen Gemeinschaften ihre „Geheimnisse“ und Besonderheiten.

Tolles Programm bietet die „Lange Nacht der Kirchen“.Die Franziskaner sind diesmal ebenfalls wieder präsent – und sie bieten ein buntes und anspruchsvolles Programm. Einen kleinen Auszug finden Sie hier und bei www.langenachtderkirchen.at

Ganz Mutige werden in dieser Nacht in die Gruft des Konvents von Frauenkirchen geführt. Ein Blick in die Vergangenheit bietet die Ausstellung „Klosterleben einst und jetzt“. Der Orden lädt auch zur Eucharistischen Anbetung. Weiters wird es Bibelgespräche geben. Der Kovent von Reutte lädt zu Orgelmusik, meditativen Texten und Stille ein. Die St. Pöltner Brüder organisieren Spiele oder Kirchenführungen für Kinder von 5-15 Jahren. Empfehlenswert ist auch der Lobgesang. Außerdem bieten Priester des Hauses die Möglichkeit zur Beichte.

In Villach stimmt sich die Gemeinschaft mit den Interessierten in der Krypta mit Musik und einer Bildpräsentation ein. Es besteht die Möglichkeit zu Stille und Umkehr. Bei speziellen Führungen bekommen die Besucher Einblick in das Leben und Wirken der Franziskaner heute. Unter anderem: Oratorium (Gebetsraum), Refektorium (Speiseraum), Zelle (exemplarisch).

Unter dem Motto „Hinweg über alle Grenzen und Vorurteile“ findet eine Begegnung mit tschetschenischen Jugendlichen statt. Ziel ist das Kennenlernen und Austausch über Herkunft, Kultur und Reichtum der Verschiedenheiten, so die Franziskaner von Villach.

Nach einem Fackelumzug im Klostergarten gibt es Begegnungsmöglichkeit an der „Mocktailbar“. Das Friedensgebet „Pax et bonum – Pace e bene – Frieden und Heil!“ beschließt den Abend. Der Schwerpunkt in der Villacher St. Nikolai-Pfarre ist das Thema „Franziskus heute“.

In Innsbruck lädt der Konvent speziell Jugendliche zu einer Filmvorführung mit Diskussion. Schwindelfreie können an Kirchendachboden- und Kirchturmbesteigung teilnehmen. Eine Videovorführung zeigt den Besuchern den Einsatz der Missionare.

Die Grazer versprechen anspruchsvolle Orgelmusik und Gesang sowie Texte zum Nachdenken. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Geschichte und Kunst des Klosters gewidmet. Ausgewählte Schätze des Hauses werden präsentiert.

Die Salzburger Franziskaner laden am Beginn zu einer Heiligen Messe. Beschlossen wird der Tag zu Mitternacht mit einem ökumenischen Nachtgebet. Dazwischen sind die meditativen Lieder von Taize ein Hauptschwerpunkt. Folgendes musikalisches Schmankerl lädt ebenfalls besonders zum Kommen: „In Paradisum“ – eine kleine Nachtmusik, nicht von Mozart …

Die Grazer Franziskanerkirche und 600 weitere Kirchen laden zur "Langen Nacht der Kirchen".In Wien wird das Oscar-Holocaust-Drama „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky vorgeführt. Eine spannende Debatte mit hochkarätigen Diskutanten verspricht das Thema „Kirche der Ausgetretenen“. Wie in den vorigen Jahren soll für Tausende Besucher die Krypta-Führung ein wichtiger Programmpunkt sein. Schmackhaft wird es für die Teilnehmer auf jeden Fall: Das Restaurant „Drei Husaren“ kocht eine Klostersuppe zugunsten der Renovierung der Wöckherl-Orgel, der ältesten Orgel Wiens. Unter der Leitung des renommierten Musikers Johannes Ebenbauer kommen anspruchsvolle Musikliebhaber garantiert nicht zu kurz. (Wolfgang Zarl, 25-05-08)