PAX ET BONUM

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Unsere liebe Frau in Lourdes

11. Februar

Am 13. November 1907 schrieb der heilige Papst Pius X (1903 - 1914) ein Fest zur Erinnerung an die erste Erscheinung der Gottesmutter Maria in Lourdes, am 11. Februar 1858, vor. Das Fest der Erscheinung der unbefleckten Jungfrau, der Tag "Unsere liebe Frau in Lourdes" wurde genau am Jahrestag eingerichtet. Es ist ein nichtgebotener Gedenktag.


Blutzeugen des Haller Franziskanergymnasiums


Walter Krajnc (1916-1944)

Walter Krajnc wurde am 22. Februar 1916 in Steinach am Brenner geboren, wuchs aber in Hall in Tirol auf. Dort besuchte er von 1926 bis 1934 das Franziskanergymnasium und studierte nach der Matura in Innsbruck an der Juridischen Fakultät. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 schloss er sich der Kampftruppe „Tirol“ der österreichischen Widerstandsbewegung an. Auf Grund seiner österreichischen Gesinnung wurde er nach Beendigung seiner Studien nicht in den Staatsdienst übernommen, sondern arbeitete als Wirtschaftprüfer in Wien, Prag und Polen.

Im Dezember 1940 wurde Dr. Walter Krajnc zur deutschen Wehrmacht einberufen und nach Frankreich verlegt, wo er einer Funkereinheit zugeteilt war. Er selbst betrachtete sich dabei immer als zwangsverpflichtet und wollte nie in höheren Rängen dienen. Weil er sich von der Erschießung von Mitgliedern der Résistance durch die deutschen Besatzer distanzierte, wurde er angezeigt und selbst zu einem derartigen Kommando eingeteilt. Da er sich jedoch aus religiösen und ethischen Gründen weigerte daran teilzunehmen, wurde er am 12. Juli 1944 verhaftet und der Zusammenarbeit mit der französischen Widerstandbewegung angeklagt. Weil er sich weigerte seine Verbindungsleute preiszugeben, wurde er durch das Kriegsgericht zum Tode verurteilt.

In seinem Abschiedsbrief vom 28. Juli 1944 schrieb er an seine Eltern:
Es ist dies wohl der letzte Brief, den ich an Euch schreibe. Ich hatte heute Verhandlung, das Ergebnis entsprach meinen Erwartungen. In kurzer Zeit werde ich vor dem Richterstuhl des Ewigen stehen. Ich fürchte sein Gericht nicht mehr, ich vertraue auf seine Barmherzigkeit, die er den Sündern zuteil werden lässt, und auf die Fürsprache der Mutter Gottes, die ich in den letzten Tagen besonders eifrig anrief. Wenn ich einen schimpflichen Tod sterbe, so opfere ich all mein Leiden dem Heiland auf, der auch für mich gelitten hat und zwar nicht schuldig, sondern unschuldig. Möge er mir mein zeitliches Leiden für die Ewigkeit anrechnen.


Walter Krajnc wurde am 29. Juli 1944 in der Nähe von Avignon erschossen und auf dem Friedhof von Les Angles beigesetzt, wo sein Grab auch heute noch zu finden ist. Er starb mit dem Ruf: Es lebe Österreich, es lebe die Freiheit!

Im Jahre 1965 benannte die Stadt Hall eine Straße im Ortsteil Schönegg nach dem tapferen Widerstandskämpfer. Am Eingang des Haller Franziskanergymnasiums erinnert seit 1983 eine Gedenktafel an jene sechs ehemaligen Schüler, die im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime ihr Leben lassen mussten.


Weitere ehemalige Lehrer und Schüler des
Haller Franziskanergymnasium finden sie
unter "Bericht" ("Historische Beiträge")


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