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Sr. Maria verstorben

Sr. Maria Antonia OSC (Hildegard Großerohde) ist am Samstag, den 2. September 2017 friedlich im Herrn entschlafen.

Sr. Maria AntoniaHildegard Großerohde wurde am 23. August 1929 als Jüngste einer kinderreichen Familie in Druffel (Deutschland) geboren. Drei der fünf Töchter traten in verschiedene Ordensgemeinschaften ein. Nach dem frühen Tod der Mutter 1951 erlernte Hildegard den Beruf einer Schneiderin und übte diesen in mehreren Betrieben aus, was ihr viel Praxiserfahrung und Geschicklichkeit brachte. Das verlieh ihr die Fähigkeit, unsere Ordenskleidung und viele liturgische Gewänder anzufertigen.
 
1955 trat Hildegard bei den Steyler Missionsschwestern in Wimbern ein. "Ihr" Missionsland war China. Dafür betete sie auch weiterhin bei den Klarissen in Münster, zu denen sie am 8. September 1959 übertrat und wo sie den Ordensnamen Maria Antonia erhielt. Dort legte sie am 5. November 1963 die feierliche Profess ab.
 
Am 8. April 1964 wurde sie mit zwei weiteren Mitschwestern als "Vorhut" in die Neugründung nach Maria Enzersdorf bei Wien gesandt. Weitere Schwestern aus Münster und Kandidatinnen aus Österreich folgten. Im neu gegründeten Klarissenkloster "Maria, Mutter der Kirche" diente sie 53 Jahre lang in Haus, Garten, Sakristei und Paramentik in treuer Hingabe dem Herrn und der Gemeinschaft.
 
Als anfangs 2017 die Auflösung des Konventes beschlossen wurde, trug sie auch diese Entscheidung ganz mit. Nach einem Schwächeanfall war sie seit der Karwoche ans Bett gefesselt. Auch in dieser Situation nahm Sr. M. Antonia regen Anteil am Geschehen in der Gemeinschaft. Ihr ausdrücklicher  Wunsch war es, gemeinsam mit den anderen vier Mitschwestern in das Klarissenkloster nach Brixen zu übersiedeln. Nach gut zwei Wochen in Südtirol und kurz nach der Vollendung ihres 88. Lebensjahres ist sie zum Herrn heim gegangen.
 
(6-09-2017 / Klarissenkonvent Brixen / red.)