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Der Gedanke zur Gründung einer Tiroler Provinz des Franziskanerordens kam von Erzherzog Ferdinand II. (*1529). Er dachte an eine Vereinigung der Franziskanerklöster verschiedener Provinzzugehörigkeit in seinem Herrschaftsbereich. Dieser erstreckte sich über Groß-Tirol und Vorderösterreich (Baden-Würtemberg).
Durch ein Dekret des Papstes Gregor XIII. vom 16. April 1580 veranlaßt vom Generalminister der Franziskaner wurde die "Tiroler Franziskanerprovinz" errichtet. Zu dieser gehörten nun die Franziskanerklöster in Bozen (gegründet 1237) und Schwaz (gegr. 1507) - beide bis dahin Klöster der Österreichischen Observantenprovinz; außerdem Brixen (gegr. 1245), Freiburg im Breisgau (gegr. 1246) und Innsbruck (gegr. 1564) - bis dahin zur Oberdeutschen Observantenprovinz gehörend. Die "Tiroler Franziskanerprovinz" erwählte 1627 den heiligen Leopold von Österreich zu ihrem Provinzpatron.
Durch die Jahrhunderte konnte die Provinz auf ihrem Gebiet und darüber hinaus wachsen ( Salzburg, Oberösterreich, Kärnten, Steiermark) und auf mehreren Kontinenten missionarisch wirken. Heute leben und wirken die Brüder der Tiroler Franziskanerprovinz in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Kärnten sowie in Bolivien. (P. Peter-Paul Mayer)