Weihnachtsfest mit den Obdachlosen

Am Vormittag des 24. Dezembers laden die Franziskaner in Salzburg Obdachlose zu einer weihnachtlichen Feier ein. Bruder Beda Puchinger ist verantwortlich für die Hilfe, die den Armen in der Stadt das ganze Jahr über geleistet wird. Er berichtet über seine Erfahrungen:
Herr Willi verteilt als Santa Claus die Geschenke. (1999)

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich in Salzburg mit den Obdachlosen. Dabei habe ich vielfach ihre Ängste, Nöte und Sorgen kennengelernt. Die meisten von ihnen leben in ärmsten Verhältnissen. Vereinzelt finden sich immer wieder welche, die nicht einmal das Nötigste zum Leben haben. Solchen Menschen versuche ich zu helfen, indem ich sie im Kloster aufnehme und ihnen das Nötigste zum Leben gebe. Was aber für mich noch wichtiger ist, dass sie bei uns Franziskanern Wärme, Angenommensein und ein Zuhause finden.

Nach langer Zeit das erste Lächeln

Einer von den Armen hatte eine unglaublich schwere Zeit hinter sich. Soweit es uns möglich war, haben wir versucht ihm zu helfen. Für mich war das schönste Geschenk, als ich ihn nach langer Zeit erstmals lächeln sah; wie schön ein Lächeln sein kann!
Durch die Obdachlosen habe ich die Armut kennengelernt; Armut, die so viele Gesichter haben kann. Mir ist dabei immer wieder aufgefallen, dass arme, obdachlose Menschen sehr offen sind. Sie sind sehr dankbar auch für die kleinen und die unscheinbaren Dinge des Lebens.

Bruder Beda Puchinger, Salzburg (12-2000)