Ort der Stille in der Kulturhauptstadt
Das Franziskanerkloster ist Teil der europäischen Kulturhauptstadt in Graz. Dem Besucher eröffnet sich ein Kloster, das zum Innehalten einlädt.
Unter dem Motto "Ort der Stille" wird der Grazern sowie den Gästen der durch Betriebsamkeit, Angebotsvielfalt, Lärm und Schnelllebigkeit geprägten Metropole an der Mur die Möglichkeit geboten, der Hektik zu entfliehen. Das Kloster und der Franziskanerplatz im Zentrum der Stadt regen zum Verweilen und zur Entschleunigung an. Am Franziskanerplatz, der Übergangszone zum "Ort der Stille", laden entspannende Spiele ein. Im Kloster selbst sind der mittelalterliche Kreuzgang, der italienisch anmutende Kreuzhof und das zeitgenössisch gestaltete Oratorium Orte, an denen man zum Innehalten finden kann. Texte zur Stille, die Atmosphäre des Kreuzganges und die natürliche Ruhe des Kreuzhofes helfen beim Nachsinnen und Atemholen. Diese Stimmung darf auch zur kreativen Beschäftigung, zum Malen, Schreiben oder Komponieren inspirieren.
Klostergespräche
Neben diesem täglichen Angebot wird am franziskanischen "Ort der Stille" an den Mittwochabenden zu Veranstaltungen zum Thema "Stille" geladen. Meditationen, Lesungen und Konzerte sowie Klostergespräche mit prominenten Teilnehmern aus Wirtschaft und Kunst, aus Kirche und Politik stehen auf dem Programm.
Bereits der Eingangsbereich des Klosters macht durch seine besondere Gestaltung auf sich aufmerksam: Dunkelrote hölzerne Tafeln mit der zweisprachigen Aufschrift "Ort der Stille", "place of silence" lenken den Blick auf den Eingang. Zugleich bilden sie aber auch eine bewusste Barriere, die es zu überschreiten gilt, wenn der Besucher seinen Fuß aus dem Lärm in die Stille hinein setzt.
(I. Rohrer 05-2003)