Wallfahrt bei 35 Grad im Schatten
Tausende Menschen pilgern jedes Jahr nach Assisi. Im Sommer legte eine Gruppe Österreicher die Wegstrecke von Siena nach Assisi zu Fuß zurück.
Ende August machten sich
25 Frauen und Männer, darunter
drei Franziskanerinnen, zwei Franziskaner und ein Kapuziner,
auf den Weg, um den Spuren der Heiligen Bernardin, Franziskus und Klara zu folgen. Zu Fuß, mit Rucksack und Schlafsack ausgerüstet, starteten wir in Siena, der malerischen Stadt des heiligen Bernardin. Sechs Tage lang ging es bei 35 Grad im Schatten durch die Hügellandschaft Umbriens, teilweise auf kleinen Feldwegen oder auf Nebenstraßen. Um halb sechs Uhr hieß es täglich "Tagwache" und alles flink zusammenräumen. Im Morgenlob hörten wir immer eine Strophe aus dem Sonnengesang des Hl. Franziskus, der uns tagsüber mit Gedankenimpulsen begleitete. Abends durften wir die Erfahrungen des Tages in der Hl. Messe müde, aber dankbar dem Herrn zurücklegen.
Erschöpfung
Trotz der auftretenden körperlichen Beeinträchtigungen, wie Blasen an den Füßen oder Schulterschmerzen, hielten alle den Anforderungen stand. Unvorhergesehene Routenänderungen sorgten manchmal für Aufregung, die sich aber bald legte, da das Ziel immer nähre rückte. Schließlich gelangten wir wohlbehalten nach Assisi, wo wir drei Tage lang die heiligen Stätten und das Flair der mittelalterlichen Stadt genießen konnten. Die Fußwallfahrt war für alle Teilnehmer eine tiefe Bereicherung - "Deo Gratias. Bis zum nächsten mal in Assisi."
(Br. Volker Stadler, 14-10-01)
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