| Das
Kloster der Franziskaner in Güssing |
| Das
Kloster
[nach oben] |
||
|
||
![]() |
Um
1500 siedelte Lorenz Ujlaki Mönche
des Augustinerordens in Güssing an. Graf Adam Batthyány konvertierte wieder zum katholischen Glauben und setzte alles daran, dass auch seine Untertanen dem Protestantismus wichen. 1648/49 übergab er den Franziskanern in Güssing ein neu errichtetes Kloster sowie eine Kirche, die architektonisch ihren Ursprung behielten.
|
|
![]() |
Die exponierte Lage, direkt am östlichen Stadttor, weist darauf hin, dass das Kloster mit seinen dicken und an der Nord- und Ostseite sehr hohen Mauern Teil der Stadtbefestigung war. Das Kloster besteht aus einem zweigeschoßigen Dreiflügelbau mit quadratischem Kreuzgang. In der Mitte befindet sich das charakteristische Quadrat mit Brunnen und Pflanzen und an der westlichen Seite die Pforte mit geschwungenem Giebel.
|
|
![]() |
Neben
dem Westflügel des Klosters wurden das Wirtschafts- sowie das Stallgebäude
erbaut, die aber gegenwärtig nicht mehr bestehen. An der Umfassungsmauer
des Hofes sieht man auch heute noch das prachtvolle Einfahrtsportal
mit Zinnengiebel und einer Marienstatue aus
dem 17. Jahrhundert. |
|
| Die Klosterkirche [nach oben] | ||
|
||
![]() |
Gleichzeitig mit dem Kloster wurde auch die Klosterkirche neu errichtet. Entsprechend der Architektur der Bettelorden ist die Kirche schlicht gestaltet. An der Südseite
des Chores liegt ein zweigeschoßiger Anbau, in dem sich die Lorettokapelle
und darüber das Oratorium der Familie Batthyány befinden.
|
|
![]() |
Beiderseits
der Aussenseite der Batthyány Kapelle sind zwei Grabplatten eingemauert,
wobei die Grabplatte aus Rotmarmor einen Ritter in voller Rüstung,
aber ohne Inschrift, zeigt. Bei der zweiten Platte handelt es sich um einen Weißmarmorepitaph des ersten protestantischen Grundherren Balthasar Batthyány (1543-1590), welcher zwei Knaben das Wappenschild der Batthyány haltend, darstellt. |
|
| Die Gruft [nach oben] | ||
|
||
Unter
der Kirche liegt die Familiengruft der Batthyány. Das Prunkstück
der Gruft ist der Bleisarkophag des Fürsten Karl Joseph Batthyány,
gefertigt von Balthasar Ferdinand Moll. |
||