| Seliger
Ladislaus (1870- 1931) |
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| „Öffne
uns die Augen für das Wunder des Lichtes“ |
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Kindheit und Jugend [zurück zur Biographie] Am 28. Oktober 1870 wurde Ladislaus Batthyány-Strattmann, aus einem uralten Adelsgeschlecht stammend, in Dunakiliti im Komitat Moson/ Wieselburg, in Ungarn, geboren. Er war eines von acht Kindern und wurde mit Kosenamen „Laci“ genannt. Seine Mutter Ludowika Batthyány war eine Gräfin aus Schlesien. Der Vater Jozsef verließ die Familie und trat zum evangelischen Glauben über, um abermals zu heiraten. 1876 musste die Familie wegen der Überflutung ins Schloss und Gut Kittsee im heutigen Burgenland übersiedeln.
1879-1885 besuchte er mit seinem Bruder Jozsef das Jesuiten-Kolleg in Kalksburg bei Wien. Die schwerkranke Mutter starb 1882 an einer Nierenkrankheit. Laci fiel in der Schule nicht durch gute Leistungen, sondern durch unangenehmes Benehmen auf und flog so von der Schule. 1885 wechselten die Brüder Ladislaus und Jozsef ins Jesuiteninternat Kalocsa in Ungarn, weil der Vater eine ungarische Erziehung für seine Söhne wollte. Kurz vor der Matura wurde Ladislaus abermals von der Schule verwiesen und machte in Ungvár (Uschgorod) 1890 die Reifeprüfung und bestand mit gutem Erfolg. Als der Bruder starb, war Ladislaus der rangälteste Sohn der Familie. Er galt somit als Nachfolger seines Vaters. 1890-1900 studierte Ladislaus an der Hochschule für Bodenkultur und an der Uni in Wien: Landwirtschaft, Chemie, Philosophie, Astronomie und Medizin. In dieser Zeit ließ sich Ladislaus in Abenteuer und Liebschaften ein. Aus einer dieser Beziehungen entstammte eine Tochter namens Aloisia, für die er bis an sein Lebensende sorgte.
Mit 28 Jahren heiratete er im Jahre 1898 Gräfin Maria Theresia Coreth, Tochter des Grafen Karl Coreth aus Südtirol, in der Votivkirche in Wien.
Das Ehepaar zog in das Barockschloss in Kittsee. Mit seiner Frau, die er „Misl“ nannte, führte er eine ideale Ehe. Beide ergänzten einander und das Fundament ihres glücklichen Familienlebens war ihre selbstlose Liebe zueinander. Am 9. Juni 1900 promovierte Ladislaus zum Doktor der Medizin an der Universität Wien. Einen Monat später wurde der erste Sohn geboren, dem hintereinander zwölf Kinder folgten. Seine Frau, seine Kinder und die Betreuung der Kranken waren das Wichtigste in seinem Leben. Trotz der ausgefüllten Berufstätigkeit als Arzt widmete er seiner Familie viel Zeit, wobei neben Gespräch und Spiel die Glaubenserziehung eine große Rolle spielte. In seinen Kranken sah Dr. Batthyány immer Christus. Er selbst fühlte sich als Werkzeug Gottes in der Behandlung der Kranken. Er war überzeugt, dass er als Arzt lediglich die Operation leitete, dass die Heilung selbst aber ein Geschenk Gottes sei. Dr. Batthyány wollte nicht nur den Körper, sondern auch die Seele heilen. Jedem Entlassenen gab er auch ein von ihm verfasstes religiöses Heft mit auf den Weg: „Öffne deine Augen und sieh!“ Gemeinsam mit seiner Frau bemühte er sich, seine Kinder fromm und anständig zu erziehen. Mit der täglichen Messe in der Schlosskapelle begann sein Tag, denn sein Glaube motivierte seine Arbeit als Arzt.
1902 eröffnete Graf Ladislaus Batthyány das Privat-Spital in Kittsee, mit 18 Betten - später 30, 2 Operationssälen und einer Röntgeneinrichtung; zu dieser Zeit war er Arzt und Gutsherr.
Der Graf wurde
als „Arzt der Armen“ bezeichnet, weil er
Patienten auch unentgeltlich in seiner Privatklinik behandelte.
1916 trat Fürst Ladislaus Batthyány gemeinsam mit seiner Frau in den dritten Orden des heiligen Franziskus ein. Er war Träger der höchsten Ordensauszeichnung der österreichisch-ungarischen Monarchie und zwar des Ordens der Ritter vom Goldenen Vließ und pflegte zahlreiche Kontakte zum Jesuiten-, Benediktiner- und Salesianerorden. Während des ersten Weltkrieges (1914-1918) diente das Krankenhaus in Kittsee als Lazarett und wurde 1921 geschlossen. 1923 wurde das Spital von der Burgenländischen Landesregierung übernommen und wieder eröffnet. 1920 übersiedelte die Familie nach Körmend in Ungarn und gründete ein zweites Spital.
Am 22.
Jänner 1931 starb Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann
im Alter von 61 Jahren in Wien an Blasenkrebs und wurde später in
der Familiengruft unter der Franziskanerkirche in Güssing
bestattet.
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Seligsprechung [nach oben] |
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1992 fand die Erklärung zum „Diener Gottes“ durch die Vatikanische Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen statt. 2002 wurde die Heilung eines Krebspatienten als Wunder auf Fürbitten des „Arztes der Armen“ durch die Vatikanische Kongregation für Selig- und Heiligsprechung bestätigt. Am 23. März 2003 erfolgte die Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II in Rom. Rund 660 Pilger aus dem Burgenland und tausende aus Ungarn waren bei der Feier am Petersplatz dabei. Neben der Seligsprechungsfeier standen eine gemeinsame Messfeier sowie ein Gottesdienst zu Ehren des neuen Seligen auf dem Programm. Der 22. Jänner wurde offiziell als Gedenktag (Batthyánys Sterbetag) an den Seligen festgelegt.
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| Bücher [nach oben] | ||
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„Die Schätze des Dr. Batthyány“ Aus Anlass der Seligsprechung von Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann schrieb die Autorin Lene Mayer-Skumanz ein Kinderbuch mit dem Titel „Die Schätze des Dr. Batthyány“.
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„Geöffnete Augen“ Der selige
Ladislaus ist für Güssing ein großes Geschenk, aber gleichzeitig
auch eine Herausforderung. Sein Leben ist eine Einladung an alle, die
ihm begegnen, sich im Alltag als Christen zu bewähren. Beide Bücher sind in der Pfarrkanzlei in Güssing per Tel. 03322/42339 oder e-mail: pfarre.guessing@franziskaner.at erhätlich. |
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| Musik [nach oben] | ||
Pelikan
- Oratorium zu Ehren des seligen Ladislaus
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| Zitate [nach oben] | ||
„Was ich als Arzt
und Mensch getan,
„Nach
der heiligen Messe, bei der ich auch ministrierte, begann ich wieder mit
der Ordination. Vormittag waren 40 Augenkranke bei mir, und am Nachmittag
kamen noch drei aus Raab, Güns und Budapest mit dem Zug. Zum Schluss
riss ich noch zwei armen Leuten die Zähne. Ich war wieder in meinem
Element, in der ärztlichen Arbeit. Da kann man so viel Wärme
des Herzens austeilen, die armen Kranken suchen ja so viel Liebe! Gott
gebe mir das zu seiner Ehre, ich recht vielen helfen kann. Recht viele
trösten, ihre Herzen zu Gott führen.“ |
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| Quellenverzeichnis [nach oben] | ||
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Internet
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