Rajmund Kolbe wurde am 7. Januar 1894 in Zduńska Wola, Polen, geboren und wuchs in einfachen Arbeiterverhältnissen auf. Nach einer Marienerscheinung, die er im Jahr 1910 hatte, trat Rajmund als Novize in die Ordensgemeinschaft der Minoriten ein und erhielt den Namen Maximilian. Von 1912 bis 1919 studierte der junge Franziskaner in Rom Philosophie und Theolgie. Am 1. November 1914 legte er die feierlichen Gelübde ab. Die Priesterweihe empfing er am 24. April 1918. Mission Pater Maximilian Kolbe kehrte von Rom nach Krakau zurück und gründete die Monatszeitschrift „Ritter der Unbefleckten”. Pater Maximilian, der von sich und auch von anderen absoluten Einsatz und völlige Armut forderte, fand viele Mitstreiter. Bald zwang ihn eine schwere Lungentuberkulose zu einem Kuraufenthalt in Zakopane. 1922 verlegte er seine Tätigkeit in das Franziskanerkloster Grodno, welches sich jedoch als zu klein erwies. Die Schenkung eines größeren Grundbesitzes ermöglichte es Pater Maximilian sein Missionswerk für die am 16. Oktober 1917 gegründete Organisation „Miliz der Unbefleckten“ in Angriff zu nehmen. Binnen weniger Jahre entstand eine regelrechte Stadt, die er „Niepokalanów“, Stadt Mariens, wörtlich der Unbefleckten, nannte, mit einem großen Kloster, einem Pressezentrum, mit Unterkünften für und einem Missionsseminar. 1930 brach Pater Maximilian mit vier Ordensbrüdern nach Japan auf. Nach einer sechsjährigen erfolgreichen Missionarstätigkeit, kehrte er im Juni 1936 nach Polen zurück. 1939 marschierte die Deutschen Wehrmacht in Polen ein, Niepokalanów wurde besetzt. Pater Maximilian Kolbe verhaftete man zusammen mit 40 Ordensbrüdern, allerdings wenige Tage später waren sie wieder auf freiem Fuß. Pater Maximilian wurde im Jahr 1941 von der Gestapo erneut verhaftet und in das Warschauer Gefängnis Pawiak eingeliefert. Nach schweren Misshandlungen erfolgte sein Abtransport in das Konzentrationslager Auschwitz. Märtyrertod Als Häftling 16670 zahlreichen Quälereien ausgesetzt, zudem geschwächt durch die wieder aufflackernde Lungentuberkulose, ist der Priester nach Aussagen von Mitgefangenen den Weg der Gottes- und Nächstenliebe unbeirrt weitergegangen. Ende Juli 1941 gelang einem Häftling aus Block 14, in dem sich Pater Maximilian befand, die Flucht. Woraufhin Lagerführer Karl Fritsch zehn Gefangene des Blocks zum Hungertod verurteilte. Als einer der Betroffenen, Franciszek Gajowniczek, ein Familienvater, sein Schicksal beklagte, bat Pater Maximilian Kolbe an seiner Stelle sterben zu dürfen, was der zunächst irritierte Lagerführer schließlich billigte. Am 31.Juli 1941 wurden die zehn Todeskandidaten in eine unterirdische Dunkelzelle gesperrt, aus der in den folgenden Tagen geistliche Lieder und Gebete zu hören waren. Am 14. August 1941 lebten noch vier Häftlinge, darunter Pater Kolbe. Da die Zelle wieder benötigt wurde, ermordete der Lagerhenker die Überlebenden mit einer Phenolspritze und ließ ihre Leichen im Krematorium verbrennen. Pater Maximilian Maria Kolbe wurde am 17. Oktober 1971 von Papst Paul VI. selig und am 10. Oktober 1982 von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Er ist der Schutzpatron der Journalisten. Nach ihm wurde das Maximilian-Kolbe-Werk, ein Hilfswerk für ehemalige KZ-Häftlinge, benannt.
Konsequent vertrat Pater Maximilian Maria Kolbe vertrat seine christliche Überzeugung. Er opferte am 14. August 1941 freiwillig sein Leben in Stellvertretung für einen jungen polnischen Familienvater.
(Michael Mayrandl)