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Pierbattista Pizzaballa über seine Aufgabe als Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem.
 
Der ehemalige Franziskanerkustos Pierbattista Pizzaballa (Foto: Wikipedia)Herr Erzbischof, Ihre Ernennung wurde teils mit einer gewissen Enttäuschung aufgenommen - weil nach zwei einheimischen Patriarchen wieder ein Europäer an der Spitze des Patriarchates steht. Wie gehen Sie damit um, dass es gleich zu Beginn eine gewisse Opposition gibt?
Ich weiß nicht, ob man es Opposition nennen kann, aber ich muss mit dieser Realität umgehen. Ich kann nicht Verständnis von allen erwarten, aber nach den ersten Reaktionen werden sich die Dinge beruhigen. Zudem ich muss betonen, dass ich nicht den Patriarchen ersetze. Formal stehe ich an der Spitze dieser Kirche und bin verantwortlich - aber es gibt derzeit keinen Patriarchen. Die Angst vor einer Änderung der Politik beruht auf Mutmaßungen. Die Rolle des Administrators ist von seiner Natur her zeitlich begrenzt. Für die Zeit, die ich dieses Amt innehabe, werde ich mein Bestes tun, um der hiesigen Kirche zu helfen.
 
Was werden Sie als erstes angehen?
Ich bin kein Prophet. Als erstes gilt für mich: zuhören, schauen, beobachten. Ich muss versuchen, die Situation von innen her zu verstehen und dann entscheiden, was zu tun ist. Ich komme nicht als Eroberer, sondern um der Sache zu dienen.
 
Sie kommen von der Franziskaner-Kustodie ins Patriarchat. Die Zusammenarbeit zwischen beiden gilt als nicht immer einfach. Wird sich das mit einem ehemaligen Kustos an der Spitze des Patriarchats ändern?
Die sogenannten Spannungen zwischen beiden Institutionen scheinen mir der Vergangeneheit anzugehören. In den vergangenen Jahren als Kustos habe ich davon nichts gespürt. Aber natürlich wird es helfen, die Beziehungen noch zu verbessern.
 
Als eine Ihrer ersten Amtshandlungen haben Sie den jordanischen Teil Ihrer Diözese besucht.
Hintergrund des Besuchs war eine Konferenz christlicher Juristen und Kirchenrechtler des Nahen Ostens. Dies habe ich zum Anlass genommen, um Jordanien als wichtigen Teil des Patriarchats zu besuchen.
 
 
(17-08-2016 / KNA / red.)

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