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Erfolgsautor Michael Köhlmeier hat eine Novelle über Antonius von Padua geschrieben.

Buchcover (Foto: Hanser-Verlag)Das Leben und Wirken des hl. Antonius, der auch Namenspatron des "Franziskanischen Magazins für Evangelisierung und Leben" ist, hält der heutigen Zeit einen Spiegel vor. Wie der Vorarlberger Michael Köhlmeier im Gespräch über sein neues Buch "Der Mann, der Verlorenes wiederfindet" darlegt, ist der zum Volksheiligen gewordene hochgebildete Ordensmann "uns anverwandt, denn er ist mit dem großen Wunsch beseelt, die Welt ganz gläubig und naiv zu sehen wie sein Ordensgründer Franziskus". Aber, wie er gegenüber dem Kölner "domradio" erklärte, Antonius "kann es irgendwie nicht mehr. Er ist so gespalten, er ist der Intellektuelle seines Ordens gewesen."
 
Inhalt
Köhlmeier erzählt in seiner 160 Seiten starken Novelle von den letzten Stunden des Zeitgenossen von Franziskus. Nach seiner letzten Predigt vor 3.000 Gläubigen bricht der Sterbenskranke zusammen, liegt auf dem Marktplatz auf einer Trage und blickt im Angesicht des Todes auf sein Leben zurück. Die Menge auf dem Marktplatz umringt ihn, aber keiner wagt ihm zu helfen, keiner reicht ihm Wasser oder hält seine Hand. "Er ist wie ein Rockstar heute unantastbar", so Köhlmeier.
 
Antonius von Padua
Köhlmeiers Hauptfigur wurde um 1195 in Lissabon in eine begüterte Adelsfamilie hineingeboren. 1212 wurde er in Coimbra zum Priester geweiht, trat 1220 in den damals noch jungen Franziskanerorden über und nahm den Namen des spätantiken Wüstenvaters Antonius Eremita an. Der Heilige wirkte kurze Zeit als Missionar in Marokko, lebte eine Zeitlang als Einsiedler bei Assisi und nahm 1221 am Generalkapitel der Franziskaner teil, wo er Franz von Assisi kennenlernte. Durch seine außergewöhnliche Redebegabung wurde Antonius 1223 beauftragt, in der Romagna vor den als häretisch eingestuften Katharern und Waldensern zu predigen. Nach einem Theologie-Lektorat an der Universität Bologna reiste er 1225 nach Südfrankreich, um dort die Albigensern zu bekehren. Ab 1227 wirkte Antonius wieder in Oberitalien als Ordensoberer, Studienleiter und Bußprediger. Er galt schon zu Lebzeiten als bedeutendster Prediger seiner Zeit.
 
(26-07-2017 / KAP /red.)

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